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Preisgelderhöhungen greifen

Bei den ITF-Turnieren der German Masters Series presented by tretorn in Stuttgart-Stammheim und Schwieberdingen geht es nun um je 15.000 Dollar.

07.01.2017 Aktive

Die Veränderungen der Preisgelder auf der Ebene der ITF-Turniere, die bereits in einer ersten Phase 2016 in Kraft getreten waren, greifen nun endgültig. Ab 2017 liegt das Preisgeld auf der untersten Ebene des Pro Circuits der ITF bei 15.000 Dollar. Dies betrifft auch die ersten Turniere des Jahres, die traditionell in Deutschland auf württembergischem Boden ausgetragen werden. Während vom 8. bis 15. Januar beim SÜDWESTBANK Tennis Grand Prix in Schwieberdingen die Herren an der Reihe sind, geht in der Folgewoche (15. bis 22. Januar) das Damenturnier um den SÜDWESTBANK-Cup in den Hallen des Bundesstützpunktes und WTB-Landesleistungszentrums in Stuttgart-Stammheim über die Bühne.

Beide Turniere sind Teil der German Masters Series presented by Tretorn. Die Gesamtsieger der 40. Auflage der German Masters wurden übrigens Tamara Korpatsch und Oscar Otte. Während Otte gleich zum Start der Serie mit dem Sieg bei den Deutschen Meisterschaften in Biberach ordentlich punkten konnte, legte Korpatsch in Darmstadt, Horb sowie in Bad Saulgau gleich eine ganze Siegesserie hin.

Diese Turnierserie des Deutschen Tennis Bundes, die heute knapp 50 Turniere umfasst, wurde 1977 ins Leben gerufen, um jungen Talenten die Möglichkeit zu geben, sich auf heimischem Boden zu messen und erste Weltranglistenpunkte zu sammeln. Diese Rechnung ist in den vergangenen 40 Jahren schon häufig aufgegangen. So beispielsweise auch bei Korpatsch, die sich in diesem Jahr von Platz 320 auf Rang 165 der Weltrangliste verbessern konnte und nun bereits die Turniere der WTA Tour anpeilt. „Dass ich drei Turniere hintereinander gewinnen konnte – und dann noch alle in Deutschland – war ein tolles Gefühl“, so die 21-Jährige, die sich in der kommenden Saison unbedingt direkt für die French Open, ihr Lieblings-Grand-Slam-Turnier, qualifizieren möchte.

Oscar Otte hingegen holte sich den Löwenanteil seiner Punkte gleich zum Auftakt der Serie bei den Deutschen Meisterschaften in Biberach. Ohne Satzverlust hatte sich der Kölner bis ins Finale gespielt und dort Jan Choinski locker mit 6:3, 6:1 bezwungen. Im August gewann der 23-Jährige den Titel bei dem mit 10.000 US-Dollar dotierten Sandplatzturnier in Überlingen. Zuletzt schafft er es beim Hallenturnier in Bad Salzdetfurth bis ins Viertelfinale, im Doppel holte er sich dort zusammen mit Andreas Mies sogar den Sieg. Zwar reicht es noch nicht ganz für die große internationale Bühne, aber immerhin verbuchte Otte mit Platz 411 in diesem Jahr sein bestes Ranking. Im Doppel verzeichnete er mit Platz 269 ebenfalls eine neue Bestmarke.
Aber auch internationale Topstars nutzen die deutschen Turniere, um in der Weltrangliste nach oben zu klettern. Bestes Beispiel ist die zweifache Wimbledon-Siegerin Petra Kvitova aus Tschechien. Die ehemalige Nummer zwei der Weltrangliste gewann im Jahr 2007 das Turnier in Stuttgart-Stammheim. Von diesen Erfolgen ist die Siegerin der Veranstaltung von 2016 noch weit entfernt. Doch die Russin Anna Blinkova, die in der WTB-Halle ihre Titelpremiere auf der ITF Tour der Aktiven feierte, spielte ein erfolgreiches Jahr und verbesserte sich im Zeitraum Januar bis November von Platz 744 auf Rang 199 in der Weltrangliste.

Und auch Daniel Masur, der deutsche Titelverteidiger beim SÜDWESTBANK Tennis Grand Prix nutzte das Turnier von den Toren Stuttgarts, um in der Weltrangliste durchzustarten. Vor seinem Erfolg auf Platz 407 im Ranking notiert, erreichte der B-Kaderspieler im November seine höchste Weltranglistenplatzierung der Karriere mit Rang 235. Aufgrund seiner guten Saisonleistungen wurde er auch für die erfolgreiche Davis Cup-Relegationspartie Deutschland gegen Polen nominiert und kam im Doppel zu seinem ersten Einsatz in der A-Nationalmannschaft.

„All diese Namen zeigen, dass es sich lohnt, diesen Turnieren einen Besuch abzustatten, denn hier können die Stars von morgen live und hautnah verfolgt werden“, sagt WTB-Verbandssportwart Rolf Schmid, der selbst Turnierdirektor der Veranstaltung in Stuttgart-Stammheim ist. A. Adam