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Stuttgart/Böblingen/Calw  Newsüberblick

Ein Antrag mit Sprengkraft für die Delegiertenversammlung

Manfred Kiefer präsentiert auf Jahresversammlung des Bezirk C in Maichingen seinen Nachfolger Jürgen Wacker als Sportwart.

19.03.2019  Bezirk C  Allgemein

In Summe stabile Mitgliederzahlen bei den Vereinen, nach wie vor erfreuliche Teilnehmerzahlen bei Meisterschaften, Wachstum bei der Winterhallenrunde und ein fünfstelliges Plus in der Kasse – der Rückblick des Bezirksvorsitzenden Manfred Kiefer bei der Jahresversammlung des Bezirk C (Stuttgart-Böblingen-Calw) im Bürgerhaus Maichingen fiel durchweg positiv aus. Eine besondere Freude war es dem Nagolder, nach dreijähriger Suche auch wieder einen Bezirkssportwart für das kommissarisch von ihm mitgeführte Amt präsentieren zu können.

Der neue im Team des Ende Februar für weitere drei Jahre von rund 70 Vertretern der insgesamt 134 Bezirksvereine einstimmig wiedergewählten Bezirksrats heißt Jürgen Wacker und ist mit seiner Erfahrung aus 27 Jahren als Sportwart der TA VfL Sindelfingen, so Kiefer, eine „optimale Besetzung“. „Er kennt sich aus von den höchsten Ligen bis hinunter zur Kreisklasse, das kann uns nur zugutekommen“, freut sich Kiefer auf die Zusammenarbeit des schon zu Zeiten des Bezirksehrenvorsitzenden Baldur Schön als Wunschkandidat gehandelten Sindelfingers. Bereits im Herbst hatte es innerhalb des Bezirksrates eine kleine Umbesetzung gegeben, Dirk Deumer (TC Galileo Stuttgart) folgte damals als Fachberater Jugend auf Rebecca Blümer (TC Herrenberg). Bei der Durchführung der jüngsten WGV-Tennis-Cup-Jugendbezirksmeisterschaften in der Halle war er bereits gefordert.

In seinem Jahresrückblick gab sich Manfred Kiefer rundum zufrieden. Besonders hob er den großen Einsatz der Bezirkstrainer und die sichtbaren Erfolge der Kaderspieler hervor und versprach, dass nichts unversucht bleiben soll, um daran auch in der Zukunft anzuknüpfen und sogar besser zu werden. Dass die Bezirkskasse dem WTB knapp 20.000 Euro zuführen konnte, ist nicht nur Ergebnis eines umsichtigen Wirtschaftens, sondern auch stets hoher Teilnehmerzahlen bei Bezirksturnieren sowie Mannschaftswettbewerben. Nur noch einem weiteren der sechs Bezirke gelang es, einen vierstelligen Überschuss zu erwirtschaften, der Rest hängt am Tropf des Landesverbandes. „Wir sind der Bezirk, der dem WTB Geld in die Kasse spült“, so Kiefer. Einzig um die breitensportlichen Angebote des Bezirks sorgt sich der Vorsitzende ein wenig, nachdem sowohl der Damen-Doppel-Cup wie auch der Trollinger-Cup im vergangenen Sommer Tiefstände verzeichnet hatten. Ausgetragen werden beide Veranstaltungen 2019 beim TC Mötzingen, wo sie in der Vergangenheit bereits in guten Händen lagen.

Von einer insgesamt positiven Entwicklung konnte auch WTB-Präsident Ulrich Lange, der sich aktuell auf „Abschiedstour“ befindet, der Versammlung berichten. Lange steht nach 18 Jahren an der Spitze des zweitgrößten DTB-Landesverbandes und insgesamt 35 Jahren in Funktionen des WTB im April nicht mehr für eine Wiederwahl zur Verfügung. „Wir haben 2018 als Verband ein absolut gutes Jahr gehabt und den WTB mit der Sanierung unseres 1993 errichteten Landesleistungszentrums sowie dem Bau eines neuen Sportlerheims im Stuttgarter Emerholz auf einen guten Weg in die Zukunft gebracht“, so der 76-jährige Reutlinger. Charmant für die WTB-Mitgliedsvereine sei trotz der dadurch finanziellen Belastung: „Eine Beitragserhöhung ist nicht zu erwarten.“

An Langes designiertem Nachfolger Uwe Gärtner, seit 18 Jahren Schatzmeister des WTB und – wie der Merklinger selbst sagt – „ein Kind des Bezirks“, war es dann, der Versammlung Anträge vorzutragen, über die bei der WTB-Delegiertenversammlung am 6. April in Reutlingen abgestimmt werden wird. Zwei dieser Anträge betrachtet Gärtner als „ins Leere laufend und realitätsfern“, da allein schon die Praxis ihrem Ansinnen widerspricht. Zum einen ist dies der Wunsch, bei der Vergabe von Ausbildungsplätzen für C-Trainer darauf zu achten, dass auch der Bedarf kleinerer Vereine besser gedeckt wird. Tatsächlich wurden in den vergangenen Jahren alle Interessenten zugelassen, die sich angemeldet haben. Die Forderung nach einem Nachweis über geleistete Trainerstunden zur Erlangung von Übungsleiterzuschüssen sieht Gärtner nicht als Aufgabe des WTB, sondern wenn dann des Zuschussgebers WLSB.

Zwei Anträge mit „Sprengkraft“ betreffen das Thema Bälle. Während die TA TSV Altheim (Kreis Heidenheim) die Abschaffung der während der Verbandsrunde zu spielenden Bälle fordert und die Wahl den Heimmannschaften übertragen möchte, bittet der TC Waiblingen den WTB, zur Delegiertenversammlung 2020 einen eigenen Verbandsball, wie er bereits in vier Landesverbänden gespielt wird, vorzustellen. Zum Altheimer Antrag meinte Gärtner: „Aus Verbandssicht wäre das der Hammer, denn bisher baut das Ballsponsoring auf kalkulierbaren Mengen auf, die Verträge mit den Ballfirmen machen 20 bis 25 Prozent unseres Jahresetats aus. Würden diese Einnahmen wegfallen, wäre plötzlich auch die Gemeinnützigkeit des WTB infrage gestellt. Ich kann alle Delegierten nur bitten, diesen Antrag abzulehnen, er wäre tödlich für den Verband.“

Dem Waiblinger Antrag bescheinigt der 55-jährige Steuerberater zwar einen legitimen Ansatz, sieht im Detail aber ebenfalls Probleme. „Der exklusiv über nur einen Vertriebspartner angebotene Verbandsball wird im Fachhandel nicht erhältlich sein, der gewünschte Vorzugspreis beim Dunlop nur zu bestimmten Frühorderzeiten – und wir als Verhandlungsführer der Ballverträge werden damit geknebelt, das ist nicht tragbar“, so Uwe Gärtner.

Gewählt als Delegierte wurden in Maichingen Jan-Peter Lorenz (Sportwart TC Maichingen), Dr. Wolfgang Bruder (1. Vorsitzender TC BW Vaihingen-Rohr), Christian Vester (Sportwart TC Birkenfeld), Boris Clar (Vorstandsmitglied TA VfL Sindelfingen), Andreas Löffler (1. Vorsitzender TC Herrenberg) und Ralf Scherer (Sportwart TSC Renningen), Axel-Michael Frühwald (2. Vorsitzender STG Geroksruhe) ist Ersatzkandidat. Für den Bezirksrat stimmen Manfred Kiefer und Jürgen Wacker ab.

Zum vorläufig letzten Mal vergeben wurden im Rahmen der Bezirksversammlung Urkunden für den Anerkennungspreis „Gute Jugendarbeit“, dessen Kriterienkatalog überarbeitet werden wird. Erhalten haben diese Auszeichnung (in alphabetischer Reihenfolge) die folgenden 29 Clubs und Tennisabteilungen: TA SV Böblingen
Cannstatter TC, TA TV Cannstatt, TSV Dagersheim TA, TC Deckenpfronn, TC Degerloch, TA FSV Deufringen, TV Feuerbach, TA SF Gechingen, STG Geroksruhe, TC Herrenberg, TA SV Holzgerlingen, TA SV Leonberg/Eltingen, TA SC Neubulach, TA VfL Ostelsheim, TSC Renningen, TC Rutesheim, TA VfL Sindelfingen, TA KV Stuttgart 95, TC Weiss-Rot Stuttgart, TA KV Untertürkheim, TC BW Vaihingen-Rohr, TEC Waldau, TC Weissenhof, Spvgg Warmbronn Tennis, TA SPVGG Weil der Stadt, TC Weil im Schönbuch, TC Weissach-Flacht und TC BW Zuffenhausen. Die TA TSV Kuppingen und der TC Jettingen bekamen jeweils noch ein Schultennis-Set für ihre Kooperationsprojekte Schule-Verein überreicht.