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Stuttgart/Böblingen/Calw  Newsüberblick

Sieben Teams spielen bezirksübergreifend

Auch wenn sie im vergangenen März wegen des ersten Corona-Lockdowns vorzeitig abgebrochen werden musste: die Erfolgsgeschichte der Winterhallenrunde im Bezirk C (Stuttgart/Böblingen/Calw) geht weiter. Vor allem der Aktiven- und Seniorenbereich sorgt dafür, dass sich die Zahl der teilnehmenden Teams erneut steigern konnte. Ihre Zahl erhöhte sich von 348 auf 360 Mannschaften, bei der Jugend blieb sie mit 170 konstant, ebenso im Hobbybereich mit 16 Teams. Die insgesamt mehr als 1000 Partien sind auf 45 Vereinshallen verteilt.

22.10.2020  Bezirk C  Spielbetrieb

Es war noch im Sommer und das Thermometer auf 35 Grad Celsius, als Jan-Peter Lorenz, Fachberater Sport im Bezirksrat und zuständig für die Winterhallenrunde, sich über die Einteilung der Gruppen machte. „Das hat mich ordentlich ins Schwitzen gebracht“, so der Maichinger mit einem Augenzwinkern. Zunächst nämlich galt es die Veränderungen im Vergleich zum Vorjahr, in dem es durch den Spielabbruch weder Auf- noch Absteiger gab, festzustellen (obwohl bei einem Drittel der Gruppen bereits Meister und Absteiger feststanden). „Dramatische Verschiebungen gab es nicht, aber wo es möglich war, habe ich in Staffeln mit mehreren Gruppen dennoch versucht, neue Einteilungen zu machen, so dass nicht wieder die gleichen Mannschaften gegeneinander spielen müssen. Und um Gruppen aufzufüllen, habe ich auch Mannschaften aufsteigen lassen“, so Lorenz.

Es gab aber auch Teams, die freiwillig eine Spielklasse tiefer antreten wollten. Die Herren 50 des TC Maichingen zum Beispiel, zuletzt mit Markus Zwickl, Steffen Fortun, den beiden Ex-Clubtrainern Rudi Talian und Wolfgang Kogel sowie von Wolfsberg Pforzheim Heiko Knappmann auf Kurs in die Staffelliga, ließen sich in die Kreisstaffel zurückstufen. Bei den Herren nahm die TA SV Böblingen die Rückstufung ihrer dritten Mannschaft von der Staffelliga in die Bezirksstaffel 1 an. Nur einen Matchpunkt hatte das Team vergangene Saison in seinen vier gespielten Partien gewinnen können (im Spiel gegen Böblingen 2), der Abstieg schien da ohnehin besiegelt. Hinzu kam, dass es bei zwei Teams in der gleichen Gruppe immer schwierig gewesen sein soll, statt nur vier immer gleich acht Spieler mobilisieren zu müssen.

Auch durch Altersklassenwechsel ergab sich die ein oder andere Verschiebung. So zog sich der TC Weiss-Rot Stuttgart aus der Staffelliga Herren 30 zurück und ist nun bei den Aktiven in der Bezirksstaffel 2 gemeldet. Die Damen 50 des TC Blau-Weiß Calw spielen jetzt Damen 40 (Bezirksstaffel 1). Den umgekehrten Weg von den Herren 40 zu den Herren 50 ging es für die TA SV Sillenbuch und den TC Heimsheim (beide Bezirksstaffel 1). Auch Abmeldungen von bisher in der Staffelliga spielenden Teams hat es gegeben. Bei den Damen 30 zogen der TEC Waldau, bei den Damen 40 die TA TSV Hildrizhausen und bei den Herren 40 die SPG Untertürkheim zurück. Für letztgenannte rückte aus der Bezirksstaffel 1 die TA SV Holzgerlingen nach, bei den Damen 40 der TC Weil im Schönbuch. Neu gemeldet haben bei den Herren 60 die beiden Württembergligisten TC Maichingen und TC Birkenfeld, wobei erstere diesen Sommer nicht an der Ersatz-Wettspielrunde teilnahmen, letztere ihre Spielfreude mit dem Meistertitel belohnten. Bei den Herren 70 spielen die TA SV Böblingen und die TA TSV Waldenbuch bezirksübergreifend in einer Gruppe mit dem TC Ludwigsburg. Wie gehabt wird in den Altersklassen Damen 40, Herren 40 und Herren 50 noch eine WTB-Endrunde mit den jeweiligen Gruppensiegern der Bezirke ausgespielt.

In den höheren Ligen des Verbandes sind aus dem Bezirk C bei den der Aktiven sieben Teams am Start: bei den Herren der TC Blau-Weiß Vaihingen-Rohr (Württembergstaffel), die TA SV Böblingen und der Cannstatter TC (Oberligastaffel), bei den Damen der TEC Waldau Stuttgart, die TA VfL Sindelfingen und erneut der TC Blau-Weiß Vaihingen-Rohr (Württembergstaffel) sowie der TSC Renningen (Oberligastaffel). Bei der Jugend gibt es Wettbewerbe von MidCourt U10 über KidsCup U12 bis Juniorinnen und Junioren U18.

Interessant ist auch, welchen Stellenwert die Winterhallenrunde für viele Vereine hat. Der TC Rutesheim hat, seine beiden Hobbyteams eingerechnet, 22 Mannschaften gemeldet. Die TA VfL Sindelfingen schickt 21 Teams auf den Platz, Weiss-Rot Stuttgart 19, der TC Herrenberg 18 und der TC Leonberg 17. Da in den Sindelfinger Tennishallen auf acht Plätzen vier Begegnungen parallel ausgetragen werden können, in Böblingen und der Traglufthalle des HTC Stuttgart Kickers zwei, sind pro Spieltag (in der Regel am Samstagabend) bis zu 50 Begegnungen möglich.

Ob diese unter den aktuell wieder zunehmenden Infektionszahlen wie geplant stattfinden können, hängt natürlich stark von den weiteren Entwicklungen und dem Fortgang der Pandemie ab. „Wir appellieren daher auf Einhaltung der für die jeweiligen Tennishallen und Sportstätten geltenden Hygiene- und Abstandsverordnungen und auf gegenseitige Rücksichtnahme. Es wäre schade, wenn wir dadurch einen vorzeitigen Abbruch der Hallensaison unnötig aufs Spiel setzen würden“, schrieb diese Woche in einem Newsletter an die Vereine der Bezirk C. Auf seiner Internet-Homepage hat der Verband zudem eine Handlungsempfehlung für Betreiber von Tennishallen veröffentlicht, die auf Grundlage der aktuellen Corona-Verordnung des Landes Baden-Württemberg basiert. Alle Hallenbetreiber, auf deren überdachten Plätzen Spiele der Winterhallenrunde 2020/21 stattfinden, wurden darüber hinaus gebeten, eine Vereinbarung zu unterschreiben, sollte es zu einem Abbruch oder Ausfall der Spielrunde kommen, bereits überwiesene Hallengebühren wieder an die teilnehmenden Vereine zurückzuzahlen. „Wir hoffen inständig, dass wir die nun begonnene Hallensaison ohne Schließungsbefehl über die Bühne bringen und nicht nur die Winterhallenrunde, sondern im November auch unseren WTB-Bezirks-Cup bei der Jugend und im Januar die Hallenbezirksmeisterschaften wie geplant stattfinden können. Bitte helfen Sie alle mit, dass es dazu nicht kommt“, heißt es im Schreiben des Bezirks an die Vereine.

tv