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WTB-Webinar zu Corona-Hilfen: Ebner Stolz gibt Tipps für die Antragsstellung

In Kooperation mit Ebner Stolz, einer der größten unabhängigen mittelständischen Prüfungs- und Beratungsgesellschaften in Deutschland, informiert der WTB über die verschiedenen Coronahilfen, die für freiberufliche Tennistrainerinnen und -trainer sowie für Vereine in Frage kommen.

10.02.2021  Alle Bezirke  Corona

Novemberhilfen, Dezemberhilfen oder doch Überbrückungshilfe? Und wenn ja, Überbrückungshilfe II oder III? Oder beides? Bin ich als selbstständiger Trainer oder selbstständige Trainerin überhaupt antragsberechtigt? Hat unser Verein Anspruch auf Hilfen? Wie beantrage ich welche Hilfe? Welche Unterlagen benötige ich? Welche Fristen gibt es? Und was wird mir überhaupt erstattet?

Der Dschungel der Corona-Hilfen ist weitläufig und unübersichtlich. Hilfe beim Weg durch das Dickicht gab es bei unserem Webinar in Kooperation mit Ebner Stolz, einer der größten unabhängigen mittelständischen Prüfungs- und Beratungsgesellschaften in Deutschland, an dem Anfang Februar rund 200 Trainerinnen, Trainer und Vereinsvorstände teilnahmen. Dabei zeigte sich: Das Thema ist anscheinend für beide Gruppen gleich relevant. 53 Prozent der Teilnehmer waren Trainerinnen und Trainer, 47 gehörtem einem Vereinsvorstand an. Die hohe Teilnehmerzahl zeigt, wie wichtig das Thema ist und wie viel Unsicherheit bei den Betroffenen herrscht. Tennistrainer*innen im Haupterwerb, die aktuell nicht ihrem Beruf nachgehen dürfen sowie Vereine, die durch die Schließung der Hallen immense Einbußen bei weiter hohen Fixkosten haben, haben ein Anrecht auf verschiedene Hilfsprogramme. Die Wirtschaftsprüfer und Steuerberater Lorenz Muschal, Patrick Huhn, Tatiana Schael und Jan Rossel von Ebner Stolz zeigten in ihrem rund einstündigen Vortrag die Möglichkeiten auf und standen auch danach noch für Fragen zur Verfügung. „Das war ein sehr interessanter und aufschlussreicher Vortrag“, sagte WTB-Präsident Stefan Hofherr: „Das Onlineseminar hat aufgezeigt, welche Möglichkeiten der Unterstützung es für unsere Trainerinnen und Trainer sowie für unsere Vereine gibt.  Wir hoffen, dass wir hierdurch für etwas mehr Klarheit sorgen konnten. Unabhängig von den möglichen Hilfen, setzen wir uns selbstverständlich nach wie vor vehement für eine baldige Öffnung der Tennisplätze ein.“


Wer das Webinar mit Ebner Stolz verpasst hat oder nochmals nachlesen möchte, bekommt hier die wichtigsten Fakten im Überblick: 

  • Einen Anspruch auf November-/Dezemberhilfen haben alle Vereine und soloselbständige Trainer*innen im Haupterwerb (mindestens 51 Prozent des Einkommens wurden 2019 durch die Trainertätigkeit generiert), die direkt, indirekt oder über Dritte von Schließungen aufgrund des Beschlusses von Bund und Ländern vom 28. Oktober 2020 betroffen sind oder waren. Der Förderbetrag beträgt bis zu 75 Prozent des Netto-Umsatzes aus November/Dezember 2019. Die Vorteile hierbei sind, dass man Fixkosten nicht nachweisen muss. In Baden-Württemberg war es auch nach dem Beschluss vom 28. Oktober 2020 noch möglich Tennis als Individualsport zu betreiben, während Gruppentrainings untersagt waren. Hier muss im Einzelfall geprüft werden, ob eine Antragsberechtigung besteht.
     
  • Einen Anspruch auf Überbrückungshilfe II haben Vereine und Soloselbstständige im Haupterwerb, die einen Umsatzeinbruch von mindestens 50 Prozent in zwei zusammenhängenden Monaten im Zeitraum April bis August 2020 oder von mindestens 30 Prozent in den Monaten April bis August 2020 hatten – im Vergleich zu den Referenzmonaten in 2019. Die Erstattung von Fixkosten im Förderzeitraum September bis Dezember 2020 (Miete, Zinsaufwendungen, Instandhaltung, Betriebskosten, Lizenzgebühren, Versicherungen, Personalaufwendungen, ggf. Unternehmerlohn, etc.) bemisst sich an den erwarteten prozentualen Umsatzrückgängen. Die Überbrückungshilfe II kann noch bis 31. März 2021 beantragt werden.
     
  • Die Überbrückungshilfe III ersetzt die auslaufenden Überbrückungshilfe II und hat den Förderzeitraum November 2020 bis Juni 2021. Hierbei wurden die Förderbeträge nochmals erhöht, lagen sie bei der Überbrückungshilfe II bei maximal 50 000 Euro pro Monat, so liegen sie nun bei bis zu 1,5 Millionen Euro pro Monat (maximal 12 Millionen Euro). Die Fixkostenerstattung ist dabei abhängig von der Höhe des Umsatzeinbruchs im jeweiligen Monat. Die Überbrückungshilfe ist geeignet für Unternehmen, Vereine, Soloselbstständige und Freiberufler, letztere allerdings wieder nur im Haupterwerb. Der Umsatzeinbruch im Fördermonat muss im Vergleich zum Referenzmonat aus dem Jahr 2019 mindestens 30 Prozent betragen. Bei 30 bis 50 Prozent Umsatzeinbruch werden bis zu 40 Prozent der Fixkosten erstattet, bei mehr als 50 bis 70 Prozent sind es 60 Prozent der Fixkosten und bei mehr als 70 Prozent Umsatzeinbußen sind bis zu 90 Prozent der laufenden Kosten erstattungsfähig. Wichtig für Vereine, die ihre Tennishallen coronabedingt gemäß ihrer Hygienekonzepte aufgerüstet haben: auch diese Kosten gehören zu den Fixkosten (bis zu 20 000 Euro). Für Einzelhändler werden ebenso  Sonderabschreibungen auf unverkäufliche Saisonware als Fixkosten anerkannt. Hier muss abgewartet werden, ob angeschlossene Tennisshops ebenfalls unter diese Regelung fallen.
     
    • Bei soloselbstständigen Trainerinnen und Trainern gibt es Besonderheiten im Bezug auf die Betriebskosten. „Soloselbstständige Trainer haben in der Regel kaum bis gar keine betrieblichen Fixkosten“, sagt Lorenz Muschal. Daher kann statt der Erstattung von maximal 90 Prozent der betrieblichen Fixkosten auch eine Betriebskostenpauschale angesetzt werden, die sich aus 50 Prozent des Referenzumsatzes 2019 berechnet.
      Beispiel:
      Umsatz 2019:                 20 000 Euro
      Referenzumsatz:             10 000 Euro
      Förderbetrag:                    5 000 Euro
       
    • Der maximale Förderbetrag beträgt 7 500 Euro. „Für Tennistrainerinnen und Trainer hat diese Variante eine hohe Relevanz“, betont Lorenz Muschal. Ein weiterer Vorteil: man kann die Hilfe ohne Steuerberater selbst über die Antragsplattform des Bundes beantragen. Die Pauschale wird als Vorschuss ausgezahlt, muss aber anteilig zurückgezahlt werden, wenn der Umsatzrückgang geringer ausfällt als erwartet.
       
    • Wichtig: Ein Zuschuss aus der Überbrückungshilfe II in November und Dezember 2020 wird auf die November- und Dezemberhilfe sowie auf einen Zuschuss der Überbrückungshilfe III angerechnet. Bei Beantragung der November-/Dezemberhilfen kann die Überbrückungshilfe III für diese beiden Monate nicht beantragt werden.
       
    • Die Antragstellung für die Überbrückungshilfe III kann ab sofort erfolgen.

 

Das komplette Webinar zum Nachlesen gibt es hier.


Noch Fragen?

Auf Ihrer Internetseite www.ebnerstolz.de informieren die Experten von Ebner Stolz in ihrem Corona A-Z über alle aktuellen Fragestellungen. Weitere Hilfe finden Sie bei Ihrem Steuerberater oder bei der Task-Force von Ebner Stolz per Mail an ueberbrueckungshilfe@ebnerstolz.de.