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Aufschläge über das abgehängte Netz

Knapp 70 Kinder der Jahrgänge 2009 haben in der Tennishalle Nagold bei den WGV-Tennis-Cup Jüngstenbezirksmeisterschaften des Bezirk C (Stuttgart-Böblingen-Calw) teilgenommen. Mit Interesse verfolgte dort Bezirkstrainer Genadi Mihaylov, wie bereits Achtjährige abwechselnd mit Aufschlägen von unten oder auch schon von oben taktierten.

23.01.2020  Bezirk C  Jugend

„Im Kleinfeld habe ich sehr häufig beobachten können, wie Kinder von oben aufzuschlagen versuchen, obwohl die Angabe hier eigentlich auch von unten erfolgen darf. Man merkt, wie sich die körperlich oft kleinen Kinder den Aufschlag von den Älteren abgeschaut haben, es selber ausprobieren und schnell merken, dass man damit auch direkte Punkte gewinnen kann. Da wir bei diesen Jüngstenmeisterschaften im Kleinfeld-Wettbewerb U8 Gruppenspiele jeder gegen jeden austragen, ergab sich auch für Kinder mit keiner oder wenig Spielpraxis ausreichend Zeit, um den Aufschlag von oben in einer Matchsituation anzuwenden. Für mich war es interessant zu sehen, für welche Variante sie sich entschieden, da im Kleinfeld nur ein Aufschlagversuch möglich ist“, berichtet Mihaylov.

Auf Risiko gehen und von oben zum möglicherweise direkten Punktgewinn servieren oder von unten aufschlagen und in den Ballwechsel gehen – das war in diesem Fall die Frage. „Das führte oft unbewusst zu taktischen Überlegungen seitens der Kinder“, beobachtete der Bezirkstrainer, der die Kleinfeldkinder zuvor noch zu einem kurzen Aufwärmtraining mit Fangspielen, Sprung- und Laufaufgaben eingeladen hatte und so für gute Laune untereinander sorgte. Die ersten drei Plätze belegten bei den U8 dann Niels Breitinger (TC Blau-Weiß Zuffenhausen), Oskar Nägele (TC Doggenburg) und Matteo Hasenwandel (STG Geroksruhe).

Eine andere Neuerung wurde beim Midcourt-Wettbewerb der U9/U10 probiert, indem die mittige Netzhöhe von üblicherweise 91,4 Zentimetern erstmals auf 80 Zentimeter gesenkt wurde. „Dadurch kommen höhere Ballgeschwindigkeiten zustande und ergaben sich intensive und offensiver geführte Ballwechsel, weniger Doppelfehler beim Aufschlag und weniger Bälle im Netz. Häufig fand auch ein Punktabschluss am Netz statt“, erläutert Mihaylov. „Das sind Neuerungen im Jüngstenbereich, die sich bewähren werden. Ich hätte mir allerdings gewünscht, dass mehr Trainerkollegen die Spieleröffnung und die Ballwechsel mit Tempo und Präzision an diesem Tag gesehen hätten.“

Besonders gut zurecht gekommen ist mit dieser Regeländerung Konrad Hodel (TC Blau-Weiß Zuffenhausen) als Sieger der U9 vor Frederic Wieder (TC Weissenhof) und den Drittplatzierten Lovre Meschke (TC Weissenhof) und Joshua Herzig (TA Spvgg Weil der Stadt). Bei den Mädchen U9 gewann Natalia Orza (TC Blau-Weiß Vaihingen/Rohr). Beim älteren MidCourt-Jahrgang 2010 verstand sich Marcel Krieg (TC Doggenburg) am besten auf das Spiel mit dem zu 50 Prozent druckreduzierten Tennisball. Das Finale gegen Vereinskamerad Adrian Mock gewann er 4:0, 5:3, bei den Mädchen U10 platzierte sich am Ende Ylvie Zahn (TC Tachenberg) vor Lena Schrafft (TC Weisach-Flacht) war es n

Auf dem Großfeld tummelten sich dann ohne Einschränkungen in Sachen Netzhöhe oder Ballbeschaffenheit die Jahrgänge 2009. Überlegener Sieger der Junioren mit nur vier abgegebenen Spielen in vier Zweisatzmatches wurde Matti Barth (Cannstatter TC), die Folgeplätze belegten Emilian Wegener (TC Doggenburg), Mika Rath (TC Blau-Weiß Vaihingen/Rohr) und Gustav Thiess Götzenberger (TEC Waldau). Bei den Mädchen U11 war Annabell Lücke (TA SV Böblingen) mit drei abgegeben Spielen in vier Matches das Maß der Dinge. Sie verwies Emmy Müller (TEC Waldau) und Maria Rimenidou (Cannstatter TC) auf die Folgeplätze. „Schade, dass am Sonntagvormittag drei Kinder wegen Krankheit ihre Halbfinalspiele absagen mussten“, bedauerte Bezirksjugendwartin Alexandra Christ. „Dafür aber haben wir durchweg sehr faire Spiele gesehen und verliefen die Jüngstenmeisterschaften absolut entspannt.“