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Bietigheimer Liam Gavrielides holt sich endlich den Titel

Die 43. Auflage des Waiblinger Jugendturniers ist Geschichte. Tolles Tennis gab es neun Tage auf der Anlage des TC Waiblingen in den Altersklassen Klassen U14 und U16 von Tennis Europe.

02.08.2018 Jugend
Turniersieger Liam Gavrielides. ©Ralph Pache

Stark waren die Teams aus Australien und Kanada, überraschend gut die Rumänen. Und Vorjahresfinalist Liam Gavrielides aus Bietigheim holte sich den Titel der Junioren U14.
Es gab viele Neuheiten bei der 43. Austragung auf der Anlage am Alten Neustädter Weg. Der neue TCW-Vorstand Detlef Held hatte die Werbetrommel gerührt und vermarktete die Konkurrenzen und einzelne Plätze an Sponsoren, was ein deutliches Plus in die Kasse brachte.

Und mit Dr. Georg Vintzileos wurde gar ein Schirmherr gefunden, der zusammen mit Waiblingens OB Andreas Hesky die Sieger ehrte. Ein Fahrdienst wurde angeboten und die Spieler bekamen mit den Bällen für ihr Match auch die Namensschilder für die Anzeigentafeln in die Hand gedrückt. Dazu wurden in den kleinen Holzbuden von den TCW-Mitgliedern auf der Anlage Getränke und Süßigkeiten verkauft, Crepes, Weißwürste oder Gulasch. Was auch dem ungarischen Supervisor Karoly Izmendi aufgefallen ist: „Wir hatten hier im Turnierbüro wie in den Jahren zuvor ein tolles Team und alle kleinen oder großen Probleme gemeistert. Und der neue Präsident ist sehr rührig und hat einige gute Neuerungen für die Spieler, Betreuer und Besucher eingeführt.“

Auch die Teilnehmer selbst mussten sich auf neue Regeln einstellen. Netzaufschläge gibt es nicht mehr – geht der Ball trotz Netzberührung ins Feld, wird einfach weitergespielt. Das erfordert viel Gewöhnung wie Izmendi weiß: „Viele sind das einfach nicht gewohnt und spielen nicht weiter. Beim ersten Mal wird der Aufschlag dann nochmal wiederholt, doch danach zählt der Punkt, wenn der Rückschläger nicht reagiert. Das wurde eingeführt, weil es oft Streit über die so genannten Netzaufschläge gab und einige damit auch versucht haben, zu betrügen. Das wird mit der neuen Regelung ausgeschaltet, die ja auch schon beim Saisonfinale der besten Jungprofis letztes Jahr in Mailand/Italien getestet wurden.“ Im Doppel wurde auch mit „no Ad“ gespielt: Beim ersten Einstand entscheidet der nächste Punkt über den Spielgewinn.

Mit Regen musste Turnierdirektor Peter Hagedorn trotz des feuchten Beginns nicht kämpfen: „Wenn das am Anfang eines Turniers passiert, kann man das schnell wieder reinholen.“ Wie gewohnt kamen auch etliche Nationalteams nach Waiblingen, die das Turnier vor allem als Vorbereitung auf die Jugend-WM im tschechischen Prostejov im August nutzen. Die Australier reisten gleich mit acht Junioren, vier Mädchen und drei Trainern an. Die Kanadier hatten sechs Jugendliche mit zwei Trainern dabei und mischten das Feld auf. Wie auch die Teams aus Großbritannien oder Lettland. Und der erste Syrer in Waiblingen scheiterte erst im Halbfinale.

Gut schnitten vor allem die deutschen Jungs ab. Bei den Junioren U14 kam Liam Gavrielides ins Finale, was der Bietigheimer bereits im vergangenen Jahr als Qualifikant geschafft hatte. Im Halbfinale warf er den Syrer Taym Alazmeh raus, der mittlerweile in Doha (Quatar) lebt. Der junge Bietigheimer traf im Endspiel auf den an eins gesetzten Schweizer Patrick Schön. Und dieses Mal lief es besser als ein Jahr zuvor, als er das Finale gegen den Mexikaner Eduardo Torres verloren hatte. Gavrielides war seinem Gegner nicht nur körperlich überlegen, sondern auch schlagtechnisch. Mit 6:1, 6:1 holte sich Gavrielides den Titel der U14 und freute sich: „Letzte Woche habe ich das Turnier in Kufstein gewonnen und kam hierher nach Waiblingen mit Schulterproblemen. Im zweiten Match wollte ich schon aufgeben, und jetzt habe ich gewonnen. Das ist super und Waiblingen liegt mir einfach.“

Im Feld der Juniorinnen U16 kämpfte sich Jakob Feyen aus Friedrichshafen ins Finale. In der Vorschlussrunde bezwang Feyen den an eins gesetzten Letten Edvards Liepins klar 6:1, 6:3, während sich in der unteren Hälfte des Tableaus der Schwede Adrian Luddeckens gegen Maximilian Homberg aus Ismaning beim 6:4, 6:3 schadlos hielt. 7:6, 3:6, 6:2 gewann der Schwede Adrian Luddeckens gegen Jakob Feyen, dem im dritten Satz etwas die Luft ausging.

Bei den Juniorinnen U14 setzte sich im kanadischen Halbfinale Victoria Mboko gegen Mai Kupres 6:2, 6:4 durch und traf im Endspiel auf die starke Türkin Melsia Ercan, die locker ins Finale spaziert war und ihr Halbfinale gegen die Britin Ranah Akua Stoiber 6:0, 6:0 gewonnen hatte. Und auch das Finale wurde deutlich: Ercan gewann 6:1, 6:0. Eine Altersklasse höher gewann die Serbin Nicol Palecek das U16-Halbfinale zunächst knapp mit 6:7, 7:6, 6:4 gegen Daria Jula aus Rumänien und traf im Finale auf die Lettin Elza Tomase, die zuvor de Tschechin Anna Panchartek 6:4, 3:6, 6:0 niedergehalten hatte. Das Finale gewann dann lza Tomase deutlich 6:2, 6:1.

Parallel zum TE-Turnier wurden noch nationale Konkurrenzen ausgespielt. Hier gewannen: Matti Barth (Cannstatter TC) und Anastasia Vasylenko (TC Trossingen) bei den U9, Jakub Smrcka (TC Bernhausen) bei den U10, Jan Smrcka (TC Bernhausen) bei den U12 sowie Julika Scheffbuch (TC Waiblingen) und Pontus Rosendahl (Tennispark Witthöft) bei den U18.