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DUNLOP-WTB Circuit: LIQUI MOLY Cup Ulm

Die Sieger der elften Auflage des LIQUI MOLY Cups (7. bis 10. September) bei der TA SSV Ulm 1846 stehen fest. Florian Fallert (TV Reutlingen) und die Schwedin Cornelia Lister (TC Großhesselohe) gewinnen das mit 5.000 Euro dotierte deutsche Ranglistenturnier.

11.09.2017 Bezirk F Aktive

Am Ende setzten sich beim hochklassig besetzten DUNLOP-WTB-Circuit die Favoriten durch. In der Damen-Konkurrenz war vor dem ersten gespielten Ball klar, dass der Sieg nur über Cornelia Lister gehen würde. Die 23-jährige Schwedin, die sich beim Heimturnier 2016 in Bastad erst in drei Sätzen Angelique Kerber geschlagen geben musste, hat auch 2017 erfolgreich aufgeschlagen. Die schwedische Fed Cup-Spielerin verbesserte sich in der Damen-Weltrangliste im Einzel bis auf Platz 425 und im Doppel sogar auf Rang 107. In Ulm an eins gesetzt, erreichte Lister mit glatten Siegen gegen Jana Leder (TC RW Baden-Baden) und Alexandra Vecic (TC Hechingen) das Halbfinale. Dort traf sie auf die an vier gesetzte Sarah Heckel (TV Reutlingen). Heckel hatte bei ihren knappen Dreisatz-Siegen gegen Kristina Kukaras (TC Schwarz-Gelb Heidelberg) und Hannah Thajer (TA VfL Sindelfingen) bereits einige Mühe sowie Kraft verloren und so war es Lister, die die Begegnung von Beginn an dominierte. Am Ende gewann die Schwedin klar mit 6:0, 6:0.

Das andere Halbfinale bestritten die für den Turnierveranstalter TA SSV Ulm 1846 spielende Arina Vasilescu sowie Eden Sophie Schlagenhauf (TC BW Vaihingen-Rohr). Vasilescu hat sich bis auf Platz 81 in der deutschen Rangliste nach oben gespielt und war beim LIQUI MOLY Cup an drei gesetzt. In ihren ersten beiden Begegnungen hatte die 20-Jährige gegen Jana Vanik (Münchner Sportclub) und Darina Müller (Nidderauer TC) insgesamt nur fünf Spiele abgegeben und ging daher selbstbewusst in die Vorschlussrundenpartie. Ihre Gegnerin Schlagenhauf hatte dagegen mehr Mühe gehabt, aber mit dem 3:6, 6:4, 10:8 im Viertelfinale gegen die an zwei gesetzte Ellen Linsenbolz (TA SSC Karlsruhe) für eine Überraschung gesorgt. Vasilescu zeigte sich davon allerdings unbeeindruckt und behielt souverän mit 6:1, 6:0 die Oberhand.

Aber auch der Ulmerin gelang es nicht, den Siegeszug der topgesetzten Favoritin zu stoppen. Lister nutzte in den entscheidenden Momenten ihre Chancen und sicherte sich mit 6:4, 6:4 den Turniersieg. Zur Belohnung gab es für die Schwedin einen Preisgeldscheck in Höhe von 1.000 Euro sowie den großen LIQUI MOLY Cup Siegerpokal.

Bei den Herren wurde Florian Fallert, der als Nummer 55 der deutschen Rangliste die Ulmer Setzliste anführte, ebenfalls seiner Favoritenrolle gerecht. Der Topgesetzte, der in der abgelaufenen Saison mit dem TV Reutlingen in die 1. Bundesliga aufgestiegen ist, hatte lediglich beim 7:6, 6:3 gegen Karel Vesecky (TC Ehingen) etwas Mühe gehabt. Dennoch erreichte der 25-Jährige ohne Satzverlust das Halbfinale. Fallerts Halbfinalgegner Dennis Vojtischek (TC Gauting), an vier gesetzt, tat sich nach zwei glatten Siegen im Viertelfinale sehr schwer gegen Nikunj Siwach (Neu-Ulmer TK Blau-Weiß). Nach 3:6, 1:4-Rückstend rettete er sich noch gerade in den Match-Tie-Break und gewann 3:6, 7:5, 10:5. Diese Aufholjagd hatte doch einige Energie gekostet. Vojtischek versuchte zwar dem Topgesetzten Paroli zu bieten, über die Distanz dominierte jedoch Fallert und zog mit 6:2, 6:3 ins Endspiel ein.

Im anderen Halbfinale standen sich Kai Lemstra (TC Aschheim) und Alex Solanki (Frankfurter TC 1914 Palmengarten) gegenüber. Der Inder Solanki bereitete sich in den Sommermonaten intensiv in der Tennisakademie von Fabian Donsbach vom LIQUI MOLY Cup Gastgeber SSV Ulm 1846 vor. Ohne größere Mühe und ohne Satzverlust konnte sich Solanki genauso wie sein Kontrahent Kai Lemstra ins Halbfinale durchspielen. In einem sehenswerten Spiel hatte Lemstra beim 6:1, 2:6, 10:5 das bessere Ende für sich. Damit standen sich die Nummern eins und zwei der Setzliste im Finale gegenüber.

Hier erwischte der 18 Jahre alte Lemstra den besseren Start und ging mit 5:2 in Führung. Doch Fallert startete die Aufholjagd, machte fünf Spiele in Folge und holte sich den Satz mit 7:5. Der zweite Durchgang verlief bis zum 4:4 ausgeglichen, ehe Fallert das vorentscheidende Break machte und bei eigenem Aufschlag den Turniersieg klar machte. Versüßt wurde dieser Erfolg mit 1.400 Euro Preisgeld einem großen Pokal und Sachpreisen von Turniersponsor LIQUI MOLY.