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Ergebnis Umfrage Bezirksmeisterschaften

Kompetenzteam nutzt Anregungen, um die Bezirksmeisterschaften attraktiver zu gestalten

09.12.2022  Spielbetrieb

580 Teilnehmer:innen haben diesen Sommer bei der Online-Umfrage des WTB zum Thema „Bezirksmeisterschaften“ teil- und zu neun Fragen Stellung genommen. Lesen Sie hier, was das Kompetenzteam „Bezirksmeisterschaften“ aus den Rückmeldungen abgeleitet hat.

Das Kompetenzteam bestand konkret aus dem Leiter Ressort III (Klaus Berner), dem Seniorenreferenten Wilhelm Rieger, jeweils einer Person pro Bezirk - Martina King (A), Manfred Kiefer (C), Dieter Kindschuh (D), Richard Steinhilber (E), Markus Ecker (F) sowie einer Person der WTB-Geschäftsstelle (Sabine Elser).

Der Altersdurchschnitt der 580 Teilnehmer lag bei etwa 42 Jahren, 80 Prozent der Rückmeldungen kamen von Männern. 94 Prozent gaben an, mit ihrer Clubmannschaft an der Verbandsrunde teilzunehmen, 40 Prozent an bis zu drei LK-Turnieren – und weitere 23 Prozent melden sogar noch öfters. Auf die Frage nach zusätzlichen Teilnahmen an Ranglistenturnieren gaben 70 Prozent an, keine davon zu spielen. Und konkret auf das Themenfeld „Bezirksmeisterschaften“ angesprochen, räumten 29 Prozent ein, bislang nie an solchen teilgenommen zu haben, 35 Prozent immerhin gelegentlich und 19 Prozent entweder im Sommer oder im Winter. Bleiben 16 Prozent, die sich halbjährlich zum treuen Stamm der Teilnehmerinnen und Teilnehmer zählen.

Der Sommertermin scheint dabei der insgesamt attraktivere zu sein. Ein Spitzenwert über alle sechs Bezirke zusammengerechnet ergab sich im Sommer 2015 mit 1463 Aktiven und Senioren, die beste Wintermeisterschaft war jene 2015/16 mit 1219 Teilnehmenden. Die höchste Beteiligung verzeichnet dabei stets der Bezirk C, im Sommer 2016 nahmen damals 383 Spielerinnen und Spieler teil. Im Zuge der Pandemie gingen die Zahlen zuletzt allerdings in allen Bezirken etwas zurück.

Interessant für die Auswertung durch das Kompetenzteam Bezirksmeisterschaften unter der Leitung von Klaus Berner, WTB- Vizepräsident und Leiter des Ressorts III (Mannschaftswettbewerbe und Turniere), waren nun die Gründe, die für oder gegen eine Teilnahme sprechen. Ganz vornedran wurde dabei in 16 Prozent der Fälle ein hohes Startgeld kritisiert, ähnlich häufig standen andere Freizeitaktivitäten im Wege oder wurden der Zeitaufwand und die Entfernungen zum Austragungsort als zu weit empfunden – ein Punkt, der sicherlich auf die Flächenbezirke B und F besonders zutrifft. Elf Prozent der Befragten war die Konkurrenz von vornherein zu stark, sechs Prozent zu schwach besetzt.

Entsprechend standen auf der Wunschliste zur Steigerung der Attraktivität eine Reduzierung des Nenngeldes bei einem Fünftel weit oben. Wobei hier anzumerken ist, dass die Startgebühr mit 30 Euro hier bereits niedriger als bei anderen offenen LK- oder Ranglistenturnieren liegt. Knapp 30 Prozent wünschten sich mehr Bonuspunkte bei der Anrechnung auf ihre Leistungsklasse (LK) für die Teilnahme – ein Punkt, der aber schon in der Vergangenheit umgesetzt wurde.

Klaus Berner hat sich über die hohe und direkte Beteiligung an der Umfrage sehr gefreut. Nachdem sie online gestellt worden war, gab es offenbar kein Halten und war die limitierte Zahl an Aufrufen schnell erschöpft. Dies hatte zwar kurzzeitig zu Irritationen bei den Nutzern geführt, doch der WTB reagierte schnell und gab wiederholt weitere Aufrufkontingente frei. „Für uns sind die Umfrageergebnisse in Zahl und Qualität repräsentativ, die von den Teilnehmenden genannten Punkte valide und nachvollziehbar“, sagt Berner.

Was die grundsätzliche Planbarkeit anbelangt, so wollen WTB und Bezirke auch weiterhin an festen gemeinsamen Terminen festhalten. „So können sich die Interessierten den Termin frühzeitig in ihren Kalender eintragen. In der Praxis stellt sich hingegen die Frage, wann der Termin von Spielern wahrgenommen wird. Hier müssen auch wir uns um eine bessere Kommunikation bemühen. Wenn die funktioniert, spricht es sich von alleine herum“, so Berner weiter. Keinen Einfluss hat er leider auf die Terminplanung der Regionalligen, die aufgrund der teilnehmenden Verbände Baden, Hessen, Rheinland-Pfalz, Saarland und Württemberg aufgrund von deren unterschiedlichen Ferienplänen ohnehin schon schwierig zu gestalten sind. Mit der Folge, dass am WTB-Termin am verlängerten Wochenende mit Christi Himmelfahrt nicht wenige potenzielle Meisterschaftsanwärter auf eine Teilnahme bei den Bezirksmeisterschaften verzichten müssen.

Ebenfalls schwierig gestaltet es sich, zum Beispiel die Seniorenmeisterschaften in eine höhere Kategorie einstufen zu lassen. „Das geht nur, wenn nachweislich auch die Guten im Bezirk mitspielen. Im Bezirk C war das zuletzt immer wieder Fall, aber die Aufwertung durch die DTB-Mühlen durchzusetzen, das braucht Zeit“, sagt Berner. Von einer Ausschreibung als „Offener Bezirksmeisterschaft“, wie sie zum Beispiel der Badische Tennisverband teilweise anbietet, will Berner hingegen verzichten, steht dies doch klar der Definition einer Meisterschaft der Besten im betreffenden Bezirk entgegen.

Die Nenngelder reduzieren will Berner nicht, dafür aber ähnlich wie bei LK-Turnieren zwei Einsätze garantieren: „Für uns als Veranstalter und die Vereine als Ausrichter steckt ja ein grundsätzlicher Aufwand dahinter, aber so erhaltenden die Teilnehmenden einen Gegenwert. Ich kann mir auch vorstellen, dass wir mithilfe der ausrichtenden Vereine ein tolles Event aus unseren Meisterschaften machen, ich denke da zum Beispiel an eine Kinderbetreuung, während die Eltern spielen.“

Ein klein wenig sieht Klaus Berner aber auch die Spielerinnen und Spieler selbst in der Pflicht. „Sie sollen lernen, dass auch sie etwas zu einem funktionierenden System Bezirksmeisterschaften beitragen müssen, sie brauchen ja die anderen, damit das Turnier überhaupt zustande kommt. Uns haben die Umfrage und die hohe Beteiligung aber gezeigt, dass unser Verband und die Bezirke leben – und dass wir vom WTB als Dienstleister alles tun wollen, um dieses Vertrauen auch in die Tat umzusetzen.“


Thomas Volkmann

Die detaillierte Auswertung der Bezirksmeisterschaftsumfrage finden Sie >>HIER<<