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Kurios: Und es gibt doch ein Unentschieden

Einen kniffligen Fall hat Jan-Peter Lorenz als Spielleiter der Winterhallenrunde vergangenes Wochenende lösen müssen: im Spiel der Damen des TC Weil im Schönbuch und des TV Feuerbach (Bezirksstaffel 1) stand es nach der gebuchten Hallenzeit nach Einzelpunkten, Sätzen und Spielen ausgeglichen Unentschieden. Da während der Doppel das Licht in der Weiler Halle erlosch, änderte sich daran auch nichts mehr.

27.02.2019  Bezirk C  Spielbetrieb

Dass die Spielerinnen nun buchstäblich im Dunklen standen, verwundert nicht. Denn abgebrochene Doppel während der Winterhallenrunde werden schlichtweg nicht gewertet. Hätte man die Punkte der vier in den Einzeln gespielten Match-Tiebreaks zusammengezählt, Feuerbach wäre hier um eine Nasenlänge vorne gewesen – in der Wettspielordnung aber ist ein solcher Fall ebenso wenig vorgesehen wie ein Unentschieden nach den Einzeln. Hätte der Gleichstand übrigens auch nach den Doppeln noch bestanden (zum Zeitpunkt des Abbruchs führten im ersten Doppel die Weilemerinnen 4:2, im zweiten die Gäste mit dem gleichen Spielstand), dann wäre die Partie zugunsten derjenigen Mannschaft gewertet worden, die im Einserdoppel siegreich gewesen wäre.

Da aber wie erwähnt die abgebrochenen Doppel nicht gewertet werden, war nun die Frage: wer ist denn nun Sieger dieser Partie? Auf der WTB-Geschäftsstelle erinnerte man sich an einen ähnlichen Fall in einem anderen Bezirk vor ein paar Jahren, und damals wurde entschieden, den Heimverein nicht etwa dafür zu bestrafen, dass es ihm nicht möglich war, für eine Lichtverlängerung zu sorgen. Und so kam es nun, dass diese Begegnung mit einer Punkteteilung gewertet wird, auch wenn sich diese im Tabellensystem gar nicht darstellen lässt. Damit bleiben beide Teams punktgleich am Tabellenende der Gruppe – wobei Feuerbach selbst durch ein 0:6 in Vaihingen-Rohr in drei Wochen den Klassenverbleib schaffen sollte, hätten sie dann durch ein gegen die TA KV Stuttgart ebenfalls nicht gewertetes Abbruchdoppel im Verhältnis weniger Verlustpunkte als Weil.

Unkomplizierter ging’s dafür in der Staffelliga der Damen zur Sache. Der TSC Renningen hat seine Tabellenführung durch ein 6:0 gegen den TC Herrenberg auf 21:2 Matchpunkte ausgebaut und ist damit bereits so gut wie aufgestiegen. Nicht ganz geklappt hat dafür der Coup des Cannstatter TC II, mir nur drei Spielerinnen gegen die TA TSV Waldenbuch zu reüssieren. Zwei Punkte, das war klar, waren durch das Antreten in Unterzahl von vornherein verloren. Mit Judith Finkbeiner und Jennifer Ullmann gingen dann aber zwei Cannstatter Spielerinnen auf den Platz, die entsprechend ihren LK’s gegen Maike Lichtherz und Teresa Stehle nichts anbrennen ließen. Ein Zweisatzsieg im Doppel hätte zum Mannschaftserfolg gereicht, doch dann unterlagen die beiden ihren Einzelgegnerinnen in einem spannenden Fight mit 6:7, 7:5, 12:14 – der Sieg ging damit mit 4:2 an Waldenbuch. Im dritten Gruppenspiel gewann die TA SV Böblingen I gegen den TC BW Zuffenhausen 5:1.