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Qualifikant Mauta stürmt zum Turniersieg

Überraschung beim neunten Sport-Holl-Cup des TC Deggingen: Keinem der vier gesetzten Spieler ist im Feld der Herren A (Lk 1 bis 12) der Sprung ins Halbfinale gelungen. Auch die Nummer eins, Vorjahressieger Linus Schnarrenberger vom Verbandsligisten TC Göppingen, schied im Viertelfinale aus. Somit war der Weg frei für einen neuen Titelträger. Dieser heißt Mattia Mauta und spielt für den TC Ravensburg.

14.09.2020  Bezirk D  Aktive

Der Qualifikant stürmte durch das Degginger Leistungsklassenturnier und setzte sich im Endspiel gegen Leon Kloker vom Bezirksoberligameister TC Grötzingen in zwei Sätzen durch (6:2, 6:4). Im Verlauf des Turniers gab Mauta keinen Satz ab. Am meisten Mühe hatte er in seinem Viertelfinalmatch gegen Bernhard Siegel vom TC Bernhausen, der Mauta trotz seines Energie raubenden Drei-Satz-Sieges zuvor gegen den an Nummer drei gesetzten Andreas Epple vom TC Weilheim im zweiten Durchgang in den Tiebreak zwingen konnte. Der an eins gesetzte Schnarrenberger musste sich im Viertelfinale Christoph Haug vom TC Grötzingen geschlagen geben (5:7, 5:7), der Schnarrenberger auf dem vom Regen durchnässten Sandplatz mit seinem unangenehmen Slice und vielen Stopps entnervte. Haug wiederum fand im Semifinale in Mauta seinen Meister, konnte die Niederlage aber verschmerzen, da ihm ein Sieg nur wenige Punkte für seine künftige Lk-Einstufung gebracht hätte. Die Nummer zwei des Turniers, Robin Spengler vom TC Leinfelden-Echterdingen, der sich in Runde eins nach großem Kampf im Match-Tiebreak gegen Tom Große vom TC Weinstadt-Endersbach durchsetzen konnte, war danach zu ausgelaugt und konnte gegen den späteren Finalisten Kloker beim 0:6, 4:6 nur noch im zweiten Satz Gegenwehr leisten.

Wie das Tableau von der Setzliste her erwarten ließ, lief es beim Wettbewerb der Herren B (Lk 10 bis 18). Hier setzte sich der an Position eins geführte Julius Ohlhauser vom SSV Ulm 1846 souverän durch. Die größten Schwierigkeiten hatte er im Halbfinale gegen Norbert König vom TSV Bad Überkingen, konnte diesen aber in einem spannenden Match 6:3, 7:6 bezwingen und blieb wie Mauta bei den Herren A ohne Satzverlust. Im Endspiel setzte sich Ohlhauser gegen den für den TC Süßen spielenden, aber aus Deggingen stammenden Jonas Duller 6:3, 6:1 durch. Auffällig auch hier: Außer Ohlhauser mussten alle drei weiteren gesetzten Spieler gleich nach ihrem Auftaktmatch ihre Schläger wieder einpacken.

Dass sich auch bei den Herren C (Lk 16 bis 23) in dem Süßener Lars Wiget ein Qualifikant den Turniersieg holte, der sich im Endspiel gegen den ebenfalls aus der Qualifikation gekommenen Dominik Haug vom TV Plochingen durchsetzte, zeigt, „wie ausgeglichen die Felder besetzt waren“, sagt Tobias Zacholowsky von der Turnierorganisation des Degginger Tennisclubs. Für den TCD war es wichtig, das Turnier trotz der in diesem Jahr besonderen Situation durchzuziehen und stieß bei den Spielern „auf großes Verständnis“. Jeder habe sich hervorragend an die Spiel- sprich Abstandsregeln gehalten und umsichtig auf und neben dem Platz agiert, lobt Vorstandsmitglied Peter Duller. Nicht nur aufgrund von Corona war der Sport-Holl-Cup dieses Mal ein Turnier der Extreme. „Leider hat es am Freitag und am Sonntag dermaßen geschüttet, dass wir Spiele in die Halle nach Gosbach verlegen mussten“, berichtet Duller. Die äußeren Bedingungen spielten vielleicht dem einen oder anderen Underdog in die Karten, der die Gunst der Stunde ergriff, da der Favorit nicht auf Betriebstemperatur kam oder sich auf dem ungewohnten Granulatbelag in der Halle nicht so gut zurechtfand. „Unser Turnier war zudem das letzte als Oberschiedsrichter von Jens Föhl“, berichtet Zacholowsky. Föhl übernimmt die Geschäftsführung des Württembergischen Tennis-Bundes.

Frank Höhmann