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Qualität und Quantität stimmen

Zum mittlerweile 74. Mal ging das traditionelle Zollern-Alb-Turnier bei der TG Ebingen über die Bühne. Einig waren sich die Verantwortliche, dass es eine sensationelle Veranstaltung war, bei der Qualität und Quantität stimmten.

So mussten im Damenfeld bereits Spielerinnen ab Platz 221 der deutschen Rangliste in die Qualifikation. Folglich kam es bereits hier zur Freude der Zuschauer zu einigen hochklassigen, spannenden Partien. In der ersten Runde des Hauptfelds kam es zudem schon zu ersten Überraschungen.

07.09.2020  Bezirk E  Aktive

Die topgesetzte Schweizerin Karin Kennel vom TC Bernhausen (DTB 35), die in der Weltrangliste auf Position 512 geführt wird, unterlag Alyssa Richter (TC Raschke Taufkirchen) in zwei Sätzen. Ein erstes Ausrufezeichen setzte auch zum Auftakt die Qualifikantin Pia Schwarz (TC BW Villingen). Die Nummer 336 der deutschen Rangliste bezwang die an sieben gesetzte Anne Knüttel (TC BW Würzburg, DTB 71) mit 2:6, 6:4, 10:6 und stieß danach bis in die Runde der letzten Vier vor, nachdem sie im Viertelfinale gegen die an vier gesetzte Alice Violet (Braunschweiger THC, DTB 66) durch das 7:6, 6:3 für eine weitere Überraschung gesorgt hatte. Im Halbfinale war dann das Turnier für sie vorbei. Mia Mack (TK Bietigheim) aus dem Porsche Junior Team, die im Viertelfinale von der verletzungsbedingten Aufgabe der an zwei gesetzten Steffi Bachofer (TV Bernhausen), profitiert hatte, zeigte ihr ganzes Können. Deutlich wies sie Schwarz mit 6:3, 6:1 in die Schranken.

Im Finale traf die 15-jährige Nachwuchshoffnung dann auf die an drei gesetzte Lena Ruppert (GW Luitpoldpark München, DTB 55). Diese war ebenfalls ohne Satzverlust ins Endspiel einzogen. Sowohl im Viertelfinale beim 6:1, 6:3 gegen die an acht gesetzte Marisa Schmidt (SSC Karlsruhe) und danach beim 6:0, 6:1 gegen die ungesetzte Jana Vanik (TC Memmingen) war sie kaum gefordert. Nach nervösem Beginn im Finale zog Ruppert an und entschied den ersten Satz mit 6:2 für sich. Mack bäumte sich anfangs des zweiten Satzes zwar nochmals auf, doch letztlich setzte sich die größere Erfahrung von Ruppert durch. Sie gewann den zweiten Satz mit 6:3 und konnte so erstmals den Cup der Sparkasse Zollernalb in den Händen halten. Oberndrei gab es für die Siegerin ein Preisgeld in Höhe von 1.400 Euro, während Mack immerhin 700 Euro für Platz zwei erhielt.

Auch das Feld bei den Herren war stark und zahlreich besetzt. So musste der Sieger von 2018, Alex Solanki in die Qualifikation und zudem war das Feld so voll, dass auch noch die Plätze der Nachbar-Anlage in Albstadt-Tailfingen mitbenutzt werden mussten. Im Hauptfeld mussten dann einige Favoriten bereits früh die Segel streichen. So rang der Qualifikant Mettifogo Santibanez (TA SSV Ulm 1846), den an fünf gesetzten Moritz Dettinger (TEC Waldau, DTB 81) im Match-Tie-Break nieder. Im Achtelfinale gelang ihm dasselbe Kunststück gegen Philipp Mayer (Freiburger TC) erneut im Match-Tiebreal, bevor er dann selbst gegen Dustin Werner (TC Markwasen Reutlingen) im Viertelfinale im Match-Tie-Break mit 9:11 unterlag. Werner hatte sich dabei Mitte des zweiten Satzes einen Bänderriss zugezogen, die Partie aber noch tapfer beendet. Im Halbfinale profitierte von dieser Verletzung der topgesetzte Gonzalo Lama (TC BW Neuss, DTB 34), der kampflos ins Finale kam. Dieser bekam es mit Leopold Zima (GW Luitpoldpark München), der gegen Michael Weindl (TC Ismaning, DTB 71) im Viertelfinale beim 4:6, 7:6, 10:8 beinahe gestrauchelt wäre und in der Vorschlussrunde Bastian Bross (TC BW Oberweier) in einem umkämpften Match mit 6:4, 6:4 schlagen konnte. Bross hatte im Halbfinale den an zwei gesetzten Rene Schulte (TC Singen) mit 6:4, 6:2 ausgeschaltet.

Das Finale zwischen den Nummern eins und sieben des Feldes begann zunächst ausgeglichen, ehe Lama mit einem Break den ersten Satz mit 6:4 holte. Im zweiten Satz hatte Zima das Zepter in der Hand und gewann diesen mit 6:1. Folglich musste der Match-Tie-Break entscheiden, den Lama mit Glück sowie Geschick mit 10:8 gewann und zufrieden den Siegerscheck in Höhe von 1.400 Euro der Firma CompData in Empfang nehmen durfte.

Kristina Bissbort