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Unentschieden reicht nicht zum Titel

Am Ende hat für die Auswahl des Württembergischen Tennis-Bundes nur ein Satz gefehlt. Im Finale der Goßen Meden-/Poensgen-Spiele, der Deutschen Mannschaftsmeisterschaften der Aktiven, muss sich das Team Anna Zaja, Anna Gabric, Lena Rüfer (alle TEC Waldau Stuttgart) und Carmen Schultheiß (TC BW Vaihingen-Rohr) sowie Yannick Maden (TEC Waldau Stuttgart), Dominik Böhler (TC Waiblingen), Robin Lang (TC Bad Friedrichshall), WTB-Verbandssportwart Rolf Schmid sowie die Verbandstrainer Christina Singer-Bath und Hans-Dieter Beutel der Auswahl des Westfälischen Tennis-Verbandes denkbar knapp geschlagen geben.

04.09.2017 Aktive

Nach zwei Damen- und zwei Herren-Einzeln sowie einem Damen- und Herrendoppel stand es 3:3 Unentschieden, sodass die Satzbilanz das Zünglein an der Waage war. Hier hatten die Gastgeber mit 8:7 die Nase vorn und konnte daher nach den Titelgewinnen in den Jahren 2012 und 2014 erneut die Deutsche Mannschaftsmeisterschaft der DTB-Landesverbände bejubeln. Beteiligt daran waren Katharina Gerlach (Tennispark Versmold), Yana und Tayisiya Morderger (beide TC Kamen-Methler), Linda Puppendahl (TC Deuten), Daniel Masur, Marvin Netuschil, Johann Willems (alle Tennispark Versmold) und Jordi Walder (TC Iserlohn). „Das ist einfach bitter und natürlich sind wir enttäuscht. Leider müssen wir uns knapp geschlagen nun mit der Vize-Meisterschaft begnügen. Ich hätte es diesem Team einfach gegönnt, denn alle haben sich toll über die Tage präsentiert und großen Zusammenhalt demonstriert“, so Beutel.

Wie von der Setzliste vorhergesagt, standen sich am finalen Sonntag (3. September) auf den Plätzen des TC Neheim-Hüsten das topgesetzte Team aus Westfalen und die an zwei gesetzten Württemberger gegenüber. Ein Showdown der bis zum Schluss spannend war. So bezwang Katharina Gerlach im Spitzeneinzel der Damen Anna Zaja, die direkt von den US Open, wo sie sich erstmals fürs Hauptfeld qualifiziert hatte, ins Sauerland gereist war, mit 7:6, 6:2. „Nach den Reisestrapazen und dem Jetlag war bei Anna der Akku leider leer“, analysierte Beutel diese etwas überraschende Niederlage. Für Anna Gabric schien dagegen alles glatt zu laufen. Gegen Tayisiya Morderger holte sie den ersten Durchgang mit 6:0, musste dann aber Satz zwei mit 3:6 abgeben und hatte letztlich im Match-Tie-Break mit 6:10 das Nachsehen. Für den Ausgleich in dieser spannenden Partie sorgten Yannick Maden und Dominik Böhler. Während Maden sich gegen Daniel Masur mit 6:1, 7:6 durchsetzte, rang Böhler seinen Kontrahenten Marvin Netuschil nach Abwehr eines Matchballs im Match-Tie-Break mit 3:6, 6:3, 13:11 nieder. Im Doppel war es dann den WTV-Männern vorbehalten, den entscheidenden Punkt zu holen. Um 16.55 Uhr verwandelten Masur/Willems gegen das WTB-Duo Maden/Böhler den Matchball zum 7:5, 6:3 und besiegelten damit den Titelgewinn. Im Damen-Doppel hatten Gerlach/Tayisiya Morderger bei ihrer 6:3, 3:6, 5:-10-Niederlage gegen Zaja/Gabric ebenfalls einen Satz gewonnen, der den Ausschlag zugunsten der Westfallen gab.

Schon vor dem Endspiel stand fest, dass der WTB im kommenden Jahr als Ausrichter der Großen Spiele der Aktiven fungieren wird, da niemals ein Verband zwei Mal hintereinander die Meisterschaften austrägt. Zu gerne wäre der WTB im kommenden Jahr als Titelverteidiger zuhause angetreten - viel gefehlt hat am Ende nicht, lediglich ein Satz. red

Alle Ergebnisse der Großen Meden-/Poensgen-Spiele 2017 gibt es >>HIER