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Waldau-Damen schaffen Klassenerhalt

Mit dem Gewinn des letzten Doppels der gesamten Bundesliga-Saison in der mit 5:4 erfolgreichen Partie gegen den TC Karlsruhe Rüppurr sicherten sich die Damen des TEC Waldau Stuttgart den Klassenerhalt in der Bundesliga.

11.06.2019  Aktive

Am Ende einer sehr kuriosen und durch merkwürdige Mannschaftsaufstellungen insbesondere am letzten Wochenende gekennzeichneten Bundesliga-Saison konnten neben dem als Absteiger feststehenden DTV Hannover noch drei Clubs absteigen, wobei hier bis zur letzten Sekunde für Spannung und Dramatik gesorgt war.

Im Baden-Württemberg-Derby gegen Karlsruhe Rüppurr musste der TEC Waldau unbedingt gewinnen, um seine Chancen auf den Klassenerhalt zu wahren und war dann abhängig von anderen Ergebnissen. Nach Siegen von Lena Rüffer (6:1, 6:3 gegen Anne Schäfer) und Niederlagen von Anna-Lena Friedsam (2:6, 3:6 gegen Laura Siegemund), Kim Zimmermann (6:2, 4:6, 9:11 gegen Reca-Luca Jani) und Katarzyna Piter (2:6, 4:6 gegen Eleonora Molinaro) stand es in diesem Krimi vor 700 Zuschauern zwischenzeitlich 1:3, wobei Kim Zimmermann in ihrem Einzel beim Stand von 9:5 im Match-Tie-Break vier Matchbälle nicht verwandeln konnte. Anna Zaja drehte ihr Einzel gegen Anna Bondar und gewann mit 3:6, 6:3, 10:5, ehe Waldau-Spitzenspielerin Katerina Siniakova mit einem 6:3, 6:4 im Spitzeneinzel gegen Stefanie Vögele für die Waldau zum 3:3 ausgleichen konnte. Für die zweifache Grand Slam Siegerin und Nummer 1 der Doppel-Weltrangliste war es kein Thema, nach ihrem Ausscheiden im Achtelfinale der French Open, zwei Bundesligaspiele für den TEC Waldau Stuttgart zu bestreiten, für den sie nun immerhin schon sechs Jahre am Start ist. „Mir gefällt die Atmosphäre auf der Waldau und ich komme immer wieder gerne nach Stuttgart, wenn mein Turnierplan dies erlaubt. Ich freue mich, dass ich der Mannschaft helfen konnte“, so Siniakova. Diesen Worten konnte sich auch Anna Lena Friedsam anschließen, die für den letzten Spieltag erst am Freitagabend angefragt wurde und ihr Kommen sofort zugesagt hat.

Im Doppel unterlagen Katerina Siniakova und Katarzyna Piter gegen Laura Siegemund und Anna Bondar deutlich mit 1:6, 3:6. Anna Lena Friedsam und Lena Rüffer setzten sich deutlich mit 6:0, 6:1 gegen Anne Schäfer und Liana Cammileri durch, sodass beim Zwischenstand von 4:4 das zweite Doppel die Entscheidung bringen musste. Zwischenzeitlich war klar, dass sich BW Dresden-Blasewitz mit einem 6:3 über Ladival Bad Vilbel, das im Doppel nicht mit seinen besten Spielerinnen angetreten war, den Klassenerhalt sichern konnte. BW Aachen verlor seine Partie beim TC Bredeney mit 3:6. Nach diesem Ergebnis stand fest, dass dem Waldau-Ensemble tatsächlich ein 5:4-Sieg zum Klassenerhalt reichen würde.
Anna Zaja und Kim Zimmermann besiegten in einem spannenden Doppel Stefanie Vögele und Eleonora Molinaro mit 6:4, 6:4 und sicherten somit dem TEC Waldau Stuttgart in letzter Minute den Verbleib in der Bundesliga.

Absteiger sind Aachen und Hannover. Deutscher Meister wurde trotz zweier Niederlagen am letzten Wochenende Aufsteiger Ladival Bad Vilbel.

„Was für eine unglaubliche Spannung, die wirklich nicht mehr zu überbieten war. Ich bin stolz auf meine Mädels und unser gesamtes Betreuerteam. Wir haben bis zuletzt alles gegeben und immer an uns geglaubt. Unfassbar, dass am Ende von vier punktgleichen Mannschaften ein Team mit drei Siegen aus der Liga absteigen muss. Ein großer Dank geht an die zahlreichen Zuschauer, die trotz Ferienzeit und des gleichzeitig laufendem MercedesCups auf die Waldau gekommen sind und für eine großartige Stimmung gesorgt haben“, so Waldau-Geschäftsführer Thomas Bürkle am Ende einer aus vielerlei Gründen ungewöhnlichen Bundesliga-Saison.

Mit Katerina Siniakova, Anna Lena Friedsam, Mona Barthel, Dalila Jakupovic, Anna Zaja, Kim Zimmermann, Katarzyna Piter, Lena Rüffer, Laura Schaeder und Carmen Schultheiß kamen zehn Spielerinnen beim TEC Waldau zum Einsatz. Anna Gabric gehörte ebenfalls zum festen Bundesliga-Kader der Waldau um die Coaches Jasmin Wöhr, Danijel Krajnovic und Albert Ender, die Physiotherapeutinnen Catrin Müller und Jana Nesch sowie Mannschaftsführer Thomas Bürkle.

„Die Bundesliga war in diesem Jahr so eng, dass wir zeitweise von unserem Stuttgarter Weg etwas abweichen mussten, um unser sportliches Ziel zu erreichen. Ich freue mich für alle Beteiligten und den Stuttgarter Sport, dass unser Team auch im kommenden Jahr in der ersten Bundesliga spielt. Der TEC Waldau Stuttgart gehört in die erste Bundesliga“,  so Christoph von Eynatten, der Erste Vorsitzende des TEC Waldau nach einem letztlich tollen Tennistag auf Degerlochs Höhen.