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UPDATE: WTB und BTV stellen Eilantrag zur Öffnung der Tennishallen

UPDATE: Eine Entscheidung des VGH Mannheim ist bisher nicht ergangen. Sobald uns diese vorliegt, werden wir berichten.

02.03.2021

UPDATE: Eine Entscheidung des VGH Mannheim ist bisher nicht ergangen. Sobald uns diese vorliegt, werden wir berichten.

Liebe Tennisfreunde,

seit dem 18. Dezember 2020 darf in Baden-Württemberg nicht mehr Tennis gespielt werden. Die Tennishallen sind geschlossen. Tennisspielerinnen und –spieler, die Vereine im Württembergischen Tennis-Bund und die vielen Trainerinnen und Trainer leiden sehr unter dieser Situation. Vor allem bei den Trainerinnen und Trainern sowie den Vereinen geht es mittlerweile vielfach um die bloße Existenz. Wir wissen, wie sehr alle dafür gekämpft haben, um unseren Sport unter Einhaltung strengster Hygienevorschriften und unter Beachtung der gebotenen Kontaktreduzierung ausüben zu können. Die Vereine haben mithilfe ihrer meist ehrenamtlichen Mitstreiter und auch mit hohem finanziellem Einsatz dafür gesorgt, dass alle vorgegebenen Maßnahmen umgesetzt werden konnten. Das hat im Sommer draußen, aber auch vor der erneuten Schließung unserer Sportstätten im Herbst/Winter sehr gut funktioniert. Tennis ist keine Kontaktsportart, der notwendige Abstand kann jederzeit gut eingehalten werden. Dennoch mussten wir unsere Hallen schließen. Dabei fehlt uns die Verhältnismäßigkeit der Maßnahmen sowie die notwendige Differenzierung zwischen den unterschiedlichen Sportarten. Anregungen und Lösungsansätze, um eine stufenweise Öffnung zu erreichen, haben der WTB und der BTV dem Sozialministerium bereits vor Wochen vorgelegt – eine Reaktion ist bislang ausgeblieben.

Deshalb haben der WTB und der BTV heute einen Eilantrag beim Verwaltungsgerichtshof in Mannheim eingereicht. Wir fordern die sofortige Öffnung der Tennishallen in Baden-Württemberg. Noch vor wenigen Wochen hätte solch eine Klage nur geringe Erfolgsaussichten gehabt. Mittlerweile aber hat sich die Situation verändert, die Inzidenzzahlen sind gesunken. In vielen Landkreisen Baden-Württembergs liegt der Inzidenzwert mittlerweile unter 35. Daher rechnen wir uns Chancen aus, dass unserem Eilantrag stattgegeben wird.

Wir alle haben ein gemeinsames Ziel: Wir wollen den Tennissport wieder ausüben. Sport ist wichtig für die Gesundheit, Sport ist wichtig für das Wohlbefinden eines jeden, Sport ist wichtig für die Entwicklung unserer Jugendlichen. Dies gilt immer, aber speziell in dieser schwierigen Zeit. Dass diese ein ganz besonderes und verantwortungsvolles Konzept erfordert, ist unumstritten. Aber wir konnten beweisen, dass wir uns dieser Verantwortung bewusst sind und alle erforderlichen Maßnahmen umsetzen können.

 

Ihr Stefan Hofherr
WTB-Präsident


Hier die offizielle Pressemitteilung der Interessengemeinschaft Interessengemeinschaft der
Tennisverbände in Baden-Württemberg e.V. :

 

Geschlossene Tennishallen: WTB und BTV stellen Eilantrag

Die baden-württembergischen Tennisverbände wenden sich an den Verwaltungsgerichtshof in Mannheim, um eine Öffnung der Tennishallen für den Amateur- und Breitensport durchzusetzen.

Nachdem auch in der jüngsten Corona-Verordnung, die seit 15. Februar gültig ist, keine Lockerungen für den Amateur- und Breitensport vorgesehen sind, haben der Württembergische Tennis-Bund (WTB) und der Badische Tennisverband (BTV) am 19.02.2021 einen Eilantrag auf Öffnung der Tennishallen in Baden-Württemberg beim Verwaltungsgerichtshof in Mannheim eingereicht. „Nachdem das Sozialministerium nicht auf unsere mehrmaligen Forderungen nach einer greifbaren Perspektive eingegangen ist, sahen wir uns gezwungen, diesen Schritt zu gehen“, sagt WTB-Präsident Stefan Hofherr und betont: „Aufgrund der aktuellen Entwicklungen und den sinkenden Inzidenzwerten, hat der Eilantrag jetzt realistische Chancen. Wir tun dies vor allem mit Blick auf unsere Vereine, denen bei einer noch länger andauernden Schließung ihrer Hallen noch größere Schäden drohen als ohnehin schon vorhanden.“

Es ist vor allem die Unverhältnismäßigkeit der Maßnahmen in Bezug auf den Tennissport, die den WTB und den BTV zu der Klage bewogen haben. In vielen Landkreisen Baden-Württembergs liegt der Inzidenzwert mittlerweile unter 35. Während aber in anderen Bundesländern, zum Beispiel in Hessen, Tennis zu zweit in der Halle gespielt werden darf, geht hierzulande seit dem 18. Dezember gar nichts mehr. Und das obwohl Hygienemaßnahmen im Tennis problemlos eingehalten werden können, wie BTV-Präsident Stefan Bitenc betont: „Tennis ist keine Kontaktsportart.“  Anregungen und Lösungsansätze, um eine stufenweise Öffnung zu erreichen, haben der WTB und der BTV dem Sozialministerium bereits vor Wochen vorgelegt – eine Reaktion blieb bislang aus. „Wir wünschen uns eine differenzierte Betrachtung der Sportarten“, sagt BTV-Geschäftsführer Samuel Kainhofer. Auf die Entscheidungen aus der Politik will man dabei nicht länger warten.