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Württembergischer Tennis-Bund e.V.
 

Defibrillatoren im Tennisverein

Ein plötzlicher Herz-Kreislauf-Stillstand kann auch auf Tennisanlagen, bei Turnieren oder im Trainingsbetrieb auftreten. Ein automatisierter externer Defibrillator (AED) hilft dabei, die Zeit bis zum Eintreffen des Rettungsdienstes zu überbrücken und kann im Ernstfall ein wichtiger Bestandteil der Notfallvorsorge sein.

Text: Max Mack | | Wissenswertes
Beim WTB ist zwischen den Umkleiden ein Defibrillator angebracht. © WTB

Warum das Thema so wichtig ist 

  • Auf Tennisanlagen bewegen sich regelmäßig Menschen unterschiedlichen Alters – Mitglieder, Gäste, Zuschauerinnen und Zuschauer, Trainerinnen und Trainer sowie Ehrenamtliche.

  • Gerade bei sportlicher Belastung oder bei Veranstaltungen im Verein ist es entscheidend, dass im Notfall schnell gehandelt werden kann.

  • Ein AED ist so konzipiert, dass er auch von medizinischen Laien genutzt werden kann. Das Gerät führt mit klaren Sprach- oder Bildanweisungen durch den Ablauf.

 

Warum möglichst jeder Verein ein Gerät in Reichweite haben sollte

  • Ein AED ersetzt keine Erste Hilfe, kann aber ein zentraler Baustein der vereinsinternen Notfallvorsorge sein.

  • Besonders sinnvoll ist ein Gerät, wenn auf der Anlage regelmäßig viele Menschen anwesend sind, Spieltage und Turniere stattfinden oder die nächste öffentlich zugängliche Notfallausstattung nicht unmittelbar erreichbar ist.
     
  • Entscheidend ist nicht nur, ob ein Gerät vorhanden ist, sondern ob es im Ernstfall schnell zugänglich, sichtbar gekennzeichnet und einsatzbereit ist.

 

Was Vereine organisatorisch beachten sollten

  • Der AED sollte gut sichtbar, eindeutig gekennzeichnet und möglichst ohne Zeitverlust erreichbar sein.

  • Wartung, Batteriestatus und Elektrodenlaufzeiten müssen regelmäßig geprüft werden.

  • Empfehlenswert ist außerdem, den Standort des Geräts im Verein aktiv zu kommunizieren und wichtige Personen im Umfeld des Vereins für Erste Hilfe und den Umgang mit dem AED zu sensibilisieren.

 

Wie ein AED beschafft werden kann

  • Vereine können ein Gerät direkt kaufen oder Miet- und Leasingmodelle prüfen.

  • Neben dem Anschaffungspreis sollten auch Folgekosten wie Wartung, Ersatzbatterien, Elektroden, Gehäuse und Beschilderung berücksichtigt werden.

  • Sinnvoll kann zudem sein, Sammelangebote, regionale Partner, Sponsoren oder gemeinsame Beschaffungslösungen zu prüfen.


Förder- und Finanzierungsmöglichkeiten

1. WLSB-Sportgeräteförderung (für Vereine in Württemberg besonders relevant)

  • Der WLSB fördert Sport- und Pflegegeräte; in den FAQ ist ausdrücklich genannt, dass medizinische Geräte grundsätzlich nicht gefördert werden – mit Ausnahme von Defibrillatoren.

  • Der mögliche Zuschuss beträgt laut WLSB 30 Prozent des zuschussfähigen Aufwandes.

  • Wichtig: Förderanträge für Anschaffungen eines Jahres sind bis spätestens 31. Januar des Folgejahres einzureichen; der Antrag läuft digital über meinWLSB.

  • Vereine sollten vor der Anschaffung kurz mit dem WLSB klären, ob das konkrete Gerät und der Kostenumfang förderfähig sind.

2. Kommunale und regionale Fördergeber

  • Zusätzlich kommen Städte, Gemeinden, Landkreise, Sportkreise, Sparkassenstiftungen, Bürgerstiftungen oder lokale Gesundheitsinitiativen in Betracht.

  • Hier gibt es selten ein bundesweit einheitliches AED-Programm; oft laufen Förderungen über lokale Gesundheits-, Ehrenamts-, Präventions- oder Sicherheitsbudgets. Deshalb sollte jeder Verein gezielt im eigenen kommunalen Umfeld anfragen.

3. Stiftungen und ehrenamtsbezogene Förderprogramme

  • Die Deutsche Stiftung für Engagement und Ehrenamt (DSEE) bietet aktuelle Förderprogramme sowie Beratung zu Fördermitteln; das Mikroförderprogramm 2026 unterstützt rein ehrenamtlich getragene Organisationen in ländlichen oder strukturschwachen Regionen mit bis zu 1.500 Euro.
  • Ob ein AED-Vorhaben dort konkret passt, hängt vom Förderaufruf und der Projektbegründung ab. Chancen steigen, wenn das Vorhaben mit Ehrenamt, Sicherheit, Schulung und Vereinsentwicklung verbunden wird.

 

Empfehlung des WTB

Jeder Verein sollte aktiv prüfen, ob auf der eigenen Anlage ein AED vorhanden ist, ob dieser im Ernstfall schnell erreichbar wäre und ob Wartung, Kennzeichnung und Zuständigkeiten klar geregelt sind. Ein AED ersetzt keine umfassende Notfallvorsorge – er kann aber im entscheidenden Moment ein sehr wichtiger Teil davon sein.

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