Psychologische Stärke im Fokus
Zwei Tage WTB-Fortbildung mit Top-Workshops und Vorträgen renommierter Expert:innen.
Mentale Stärke, emotionale Resilienz und moderne Kommunikation im Training standen im Mittelpunkt einer zweitägigen Fortbildung für B- und C-Trainer: innen des Württembergischer Tennis-Bund e.V. (WTB). Unter dem Titel „Psychologische & mentale Themen im Tennis“ trafen sich 100 Trainerinnen und Trainer am Bundesstützpunkt und Landesleistungszentrum in Stuttgart-Stammheim, um ihre Kompetenzen im Bereich Sportpsychologie gezielt zu erweitern.
Die Veranstaltung umfasste insgesamt 15 Lerneinheiten und verband wissenschaftliche Erkenntnisse aus der Sportpsychologie mit praxisnahen Trainingsformen für den Tennisalltag. Ziel der Fortbildung war es, Trainer:innen Werkzeuge an die Hand zu geben, um Spielerinnen und Spieler nicht nur technisch und taktisch, sondern auch mental optimal zu begleiten.
Hochkarätiges Referententeam
Ein besonderer Mehrwert der Fortbildung lag im breit aufgestellten Referententeam aus Wissenschaft, Praxis und Profisport. Unter ihnen befand sich der ehemalige Tennisprofi und Davis-Cup-Spieler Michael Berrer, der als ehemaliger ATP-Top-50-Spieler (Weltranglistenposition 42) sowie Master of Science in Sportpsychologie seine Erfahrungen aus dem internationalen Spitzensport einbrachte. Prof. Dr. Dirk Schwarzer zeigte praxisorientierten Einblicken in sportpsychologisch fundiertes Training und psychologisch orientierte Trainingsformen auf dem Tennisplatz.
Weitere Impulse lieferten unter anderem:
- Bettina Hafner mit Ansätzen aus Achtsamkeitstraining und „Mindfulness Based Stress Reduction“
- Stephan Pfau zum Umgang mit Drucksituationen im Wettkampf
- Ivonne Herr zu emotionaler Resilienz im Training
- Markus Knödel, der die Fortbildung organisatorisch leitete.
Mentale Tools und Trainerkompetenz
Der erste Fortbildungstag begann mit einer Einführung in die Bedeutung psychologischer Aspekte im Tennissport. In anschließenden Workshops setzten sich die Teilnehmer:innen mit verschiedenen Themen auseinander – von Matchroutinen und mentalen Tools vor, während und nach dem Spiel über Umgang mit Leistungsdruck bis hin zur Stärkung emotionaler Stabilität bei Spieler:innen.
Am Nachmittag vermittelte Prof. Dr. Dirk Schwarzer grundlegende Inhalte des sportpsychologisch orientierten Trainings. Dabei standen insbesondere kommunikative Aspekte im Trainer-Spieler-Verhältnis, mentales Training im Jugendbereich sowie Übungs- und Spielformen zur Leistungsstabilisierung unter Druck im Fokus.
Praxisnaher Abschluss mit Einblicken aus dem Profisport
Der zweite Fortbildungstag wurde maßgeblich von Michael Berrer gestaltet. In seinen Einheiten beleuchtete er Persönlichkeitstypen im Sport, die Rolle von Emotionen im Wettkampf sowie Körpersprache und Gesprächsführung im Traineralltag.
Ein besonderes Highlight bildete die abschließende Praxiseinheit „Mental on Court“, bei der Berrer gemeinsam mit Markus Knödel konkrete Trainingsformen vorstellte, mit denen mentale und psychologische Aspekte direkt in das Tennistraining integriert werden können.
Nachhaltiger Mehrwert für Trainer:innen
Mit der Fortbildung unterstreicht der WTB die wachsende Bedeutung der Sportpsychologie im modernen Tennistraining. Mentale Stärke, emotionale Stabilität und eine bewusste Kommunikation gelten heute als entscheidende Faktoren für nachhaltige Leistungsentwicklung – vom Jugendbereich bis in den Leistungssport. Die Veranstaltung bot den Teilnehmer:innen daher nicht nur theoretische Grundlagen, sondern vor allem praktisch umsetzbare Methoden, um Spieler:innen künftig ganzheitlich zu fördern.