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Württembergischer Tennis-Bund e.V.
 

VR-Talentiade startet in die nächste Runde

Mit dem Start der VR-Talentiade steht auch die Anpassung der Feldgröße auf die schmale Variante im Fokus.

| VR-Talentiade
Die VR-Talentiade beginnt am Wochenende wieder und zieht viele Kinder auf die Tennisplätze Württembergs. © VR
Sowohl in der Halle als auch auf Sand gab es einige Testläufe für MC Schmal. Hier z.B. bei den BZM U9 in Böblingen. Das Fazit: Längere Ballwechsel, mehr Intensität, häufigere Vorhand und mehr Spielwitz. © WTB

Die VR-Talentiade setzt sich aus Mannschaftswettbewerben sowie aus Wettbewerben für Einzelspieler/-innen zusammen. Jedes Jahr richtet der WTB im Rahmen der VR-Talentiade zahlreiche Tennisveranstaltungen aus. Insgesamt haben sich über 500 Mitgliedsvereine zur VR-Talentiade Verbandsspielrunde gemeldet – eine sehr erfreuliche Zahl. Durch die Umstellung von „Midcourt Breit“ auf „Midcourt Schmal“ ergeben sich nun auch Änderungen für die Spielfeldgröße. Die Feldgröße im Midcourt wird somit auf die schmale Variante angepasst (Einzelfeld Maß 18m x 6,40m; Doppelfeld Maß 18m x 8,23m). Weitere Änderungen ergeben sich beim Midcourt U10 sowie Kleinfeld U9 in der Aufwertung: Maximal 18 Punkte im Tennis. Für einen 2:0 Sieg gibt es 3 Punkte. Für einen 2:1 Sieg erhält der Sieger 2 Punkte und der Verlierer 1 Punkt. Im Kleinfeld gibt es auch eine Änderung in der Zählweise: Es entscheidet der Gewinn von zwei Kurzsätzen mit der "No Ad-Regel" auf 4 Spiele mit 2 Spielen Unterschied (gemäß ITF-Tennisregeln „Alternative Zählweisen“). Bei 4:4 wird ein Tie-Break bis 7 gespielt zum 5:4. Normale Tenniszählweise 15:0, 30:0 usw. Ein erforderlicher 3. Satz wird als Tie-Break bis 7 gespielt.

Alle Infos Kleindfeld U9

Alle Infos Midcourt U10

Feldgröße Midcourt Schmal

Mehr Intensität, mehr Wiederholungen, mehr Spielqualität

Das „Midcourt schmal“ Modell bietet entscheidende Vorteile für die Ausbildung unserer jungen Spielerinnen und Spieler auf allen Ebenen vom Freizeitvereinsniveau bis hin zum Förderkader in Württemberg:

  • Höhere Intensität und mehr Schlagwiederholungen innerhalb der Ballwechsel

  • Schnelleres Spiel durch die Mitte, wodurch das Spieltempo steigt

  • Häufigerer Einsatz der Vorhand, da die Rückhand leichter umlaufen werden kann

  • Förderung des Angriffsspiels sowie des Spiels am Netz

  • Mehr Raum für Variationen wie Stopps, Lobs oder Serve-and-Volley

  • Erhöhung der Aufschlaggeschwindigkeit durch klarere taktische Ausrichtung

Durch die reduzierte Feldbreite entstehen weniger extreme Winkel. Das führt dazu, dass weniger Bälle seitlich ins Aus gehen und die Ballwechsel stabiler und strukturierter verlaufen. Gerade kleinere oder körperlich noch nicht voll entwickelte Kinder profitieren davon, da ihre Spielweise besser unterstützt wird und sie häufiger in konstruktive Rallyes kommen. Ein weiterer Pluspunkt: Durch die zusätzlichen Linien entsteht ein klar definiertes, kindgerechtes Doppelfeld – ein Aspekt, der neue Möglichkeiten eröffnet.

Drei Fragen an Verbandstrainer Genadi Mihaylov

WTB: Warum ist die Umstellung auf „Midcourt schmal“ aus WTB-Sicht jetzt der richtige Schritt?

Genadi Mihaylov: Wir als WTB-Trainerteam sind überzeugt, dass diese Umstellung längst überfällig ist. In diesem Winter haben wir das schmale Midcourt-Feld intensiv mit Kindern im Alter von sieben bis neun Jahren getestet – das Feedback war durchweg positiv. Die Kinder waren begeistert, empfanden das Feld als kindgerecht und der Größe angemessen. Auch viele Vereinstrainerkollegen bestätigen uns, dass dies der richtige Weg ist. International wird im U9-Bereich seit Jahren nahezu ausschließlich schmal gespielt. Wenn wir unsere Nachwuchsarbeit modern und zukunftsorientiert ausrichten wollen, müssen wir diesen Schritt konsequent mitgehen.
 

WTB: Warum wurde bisher am breiten Midcourt festgehalten?

Genadi Mihaylov: Lange Zeit war man der Überzeugung, dass das breitere Feld das Winkelspiel im taktischen Bereich stärker fördert. Zudem wurde argumentiert, dass das größere Aufschlagfeld das Erlernen einer technisch anspruchsvollen Aufschlagbewegung besser unterstützt. Tennis ist aber heute intensiver, schneller, athletischer und präziser. Die Kontaktzeiten zwischen den Schlägen im Midcourt schmal liegen im Durchschnitt bei etwa 1,2 bis 1,5 Sekunden – und nähern sich damit dem späteren Erwachsenenbereich an. Mit der Umstellung wollen wir erreichen, dass Kinder so früh wie möglich ein Gefühl dafür entwickeln, wie attraktives, dynamisches und vielseitiges Tennis funktioniert.


WTB: Bringt die Umstellung organisatorische Herausforderungen mit sich?

Genadi Mihaylov: Uns ist bewusst, dass die Umstellung zunächst organisatorischen Mehraufwand mit sich bringt. Zusätzliche Linien müssen markiert werden, und möglicherweise begegnen Verantwortliche, Turnierausrichter oder Betreuer dem neuen Format anfangs mit Skepsis. Gleichzeitig stehen bereits praktische Hilfsmittel zur Verfügung – vorgefertigte Maßstäbe, Zollstöcke, originale Linien oder Kreidewagen erleichtern den Aufbau erheblich und sorgen für eine unkomplizierte Umsetzung. Veränderungen bringen naturgemäß Fragen mit sich. Doch in diesem Fall ist das Ziel klar: Die Kinder profitieren am meisten von dieser Anpassung. Ein wichtiger Punkt noch: Midcourt schmal ist für die Kinder gedacht – nicht für die Erwachsenen. Es geht nicht um Gewohnheiten oder Komfort, sondern um eine optimale Entwicklung der jungen Spielerinnen und Spieler. Wenn wir kindgerechte Rahmenbedingungen schaffen, fördern wir automatisch Technik, Athletik, Spielfreude und taktisches Verständnis.

Vereinsservice  

Der WTB erweitert sein Serviceangebot im Bereich Vereinsentwicklung und Vereinsservice: Ab sofort steht ein neuer KI-Chatbot zur Verfügung, der Vereine schnell, unkompliziert und praxisnah bei vielen Fragen des Vereinsalltags unterstützt.

Jugend  

Das möchten wir gemeinsam mit euch feiern. Bewerbt euch für die Teilnahme am VR-Talentiade Sporttag und seid dabei.

 

Heidelberger TC- TEC Waldau Stuttgart 3:6 / Waldau-Damen weiterhin ungeschlagen Tabellenführer