Junge Menschen engagieren sich im Bildungsbereich
Ein Freiwilliges Soziales Jahr (FSJ) oder ein Bundesfreiwilligendienst (BFD) mit positiven Folgen.
Sie sind eine wertvolle und willkommene personelle Ergänzung, in zahlreichen Fällen sogar eine kompetente Verstärkung im Bildungssystem des Landes Baden-Württemberg: Die jungen „FSJler Sport“ bzw. die „BuFDis“, übersetzt Kräfte eines Freiwilligen Sozialen Jahres im Bereich Sport bzw. Angehörige des Bundesfreiwilligendienstes.
Nach der schulischen Ausbildung und vor dem Start ins Berufsleben befinden sich in Baden-Württemberg zurzeit rund 200 junge Frauen und Männer außerdem in einer Qualifizierungsmaßnahme, die vom Land in Zusammenarbeit mit der Baden-Württembergischen Sportjugend im Landessportverband Baden-Württemberg und u.a. mit dem Württembergischen Landessportbund (WLSB) durchgeführt wird. Die FSJ-Kräfte sind insbesondere im Kooperationssystem „Schule/Verein“ eingesetzt, arbeiten aber in ihrer einjährigen Dienstzeit zum Beispiel auch im administrativen Bereich ihrer Stammvereine mit.
„Für die Schulen sind die jungen Lehrkräfte, die am Ende der Lehrgänge die Qualifizierung zum „Übungsleiter C Kinder und Jugend“ in der Tasche haben, eine wichtige Personalverstärkung im schulischen Alltag“, erläutert Valentin Salzburger, Studienleiter an der Landessportschule des WLSB in Albstadt, die Bedeutung des Ausbildungssystems. „Viele finden in ihrem FSJ-Engagement zu ihren späteren beruflichen Betätigungsfeldern und entdecken in diesem Jahr zwischen Schule und Studium ihre persönlichen Fähigkeiten zum Beispiel im Umgang mit Kindern und Jugendlichen“, ergänzt Michael Beck, ebenfalls Ausbilder und Studienleiter an der WLSB-Sportschule.
Insgesamt werden im WLSB-Bereich acht Lehrgänge für die FSJler und BuFDis angeboten, wobei beide WLSB-Sportschulen in Albstadt und Ostfildern-Ruit in das Ausbildungsprogramm mit einer Endprüfung in Theorie und Praxis einbezogen sind.
Die Ausbildungsinhalte sind fachübergreifend - Trainingslehre und allgemeine Themenfelder des Sports – und fachspezifisch. So werden Inhalte und Methoden aus verschiedenen Sportarten vermittelt. Auch die Rückschlagspiele sind dabei, und so lernen die jungen Lehrkräfte in einem sechsstündigen Praxisblock sehr intensiv die Lehrmethoden des Tennissports kennen. Seit Jahren unterstützen Lehrkräfte des Württembergischen Tennis-Bundes die Ausbildungsmaßnahmen des WLSB, um neben der Eigenrealisation auch erste Hinweise für eine sinnvolle Vermittlung der Sportart Tennis zu geben. „Diese Zusammenarbeit ist uns sehr wichtig und auch willkommen“, zeigt Christian Efler, Schultennis-Lehrkraft im FSJ-Programm, die Chancen dieser Kooperation auf. „Die meisten sind gar keine Tennisspielerinnen und -spieler, können sich aber am Ende der Ausbildungseinheit vorstellen, einmal in ihrem Wirkungsfeld Kindern das Rückschlagspiel Tennis erlebbar zu machen“. Und das ist letztendlich das Hauptanliegen der Initiative. Den Tennissport als leicht vermittelbare Sportart im Einsteigerbereich vorzustellen und so die Vernetzung vor Ort zwischen den Bildungspartnern Schule und Verein zu fördern. „Denn so manche der Teilnehmenden haben in ihren in der Regel Mehrsparten-Heimatvereinen eine Tennisabteilung, die auf einmal als Partner gewisse Potenziale bietet“.
Ganz nebenbei lernen die jungen Lehrkräfte übrigens auch noch andere Rückschlagspiele kennen: Padeltennis, Pickleball, Goba und Streetracket. Somit wird die Kompetenz der jungen Menschen auch über die normalen bekannten Disziplin-Sportarten (Tischtennis, Badminton u.a.) hinaus um den Kenntnisstand aktueller Trendsportarten erweitert.
Weitere Informationen zum Ausbildungsprogramm FSJ Sport sind hier zu finden.