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Württembergischer Tennis-Bund e.V.
 

Ein Wochenende als Betreuer bei den Team-Tagen der VR-Talentiade

Wir haben mit WTB-Mitarbeiter Matthias Schniegel gesprochen und einen spannenden Blick hinter die Kulissen der VR-Talentiade Team-Tage erhalten.

Text: Daniel Cecura | | Hinter den WTB Kulissen
Das Team Tennis mit den beiden Betreuern Matthias Schniegel (rechts) und Jan Scholz (Baden). © WTB

Als besondere Anerkennung fanden auch in diesem Jahr die VR-Talentiade Team-Tage statt. Dieses Format richtet sich an die besten Athletinnen und Athleten der VR-Talentiade und würdigt sie sportartenübergreifend in einem ganz besonderen Rahmen. Neben der Ehrung stand vor allem eines im Mittelpunkt: ein gemeinsames Erlebnis, das in Erinnerung bleibt. Als Betreuer mittendrin statt nur dabei: Für unseren WTB-Mitarbeiter Matthias Schniegel (Ressort IV – Leistungssport & Jugendförderung) waren die VR-Talentiade Team-Tage weit mehr als ein sportliches Wochenende. Zwischen Skiflug-WM, Team-Erlebnissen und der Betreuung der Tennis-Kids sammelte er Eindrücke, die noch lange nachwirken.

Verantwortung hinter den Kulissen

Neben den emotionalen Erlebnissen brachte das Wochenende auch viel Verantwortung mit sich. Der Samstag hielt gleich mehrere Höhepunkte bereit. Zunächst sorgte ein Ausflug in die Eishalle nach Oberstdorf für sportlichen Spaß. Anschließend wartete an der Heini-Klopfer-Skiflugschanze ein ganz besonderes Erlebnis: Im Rahmen der Skiflug-WM wurden die VR-Talentiade-Kinder feierlich geehrt – der unbestrittene Höhepunkt der Reise. Gemeinsam mit seinem Tennis-Kollegen Jan Scholz aus Baden betreute Matthias die Tennis-Kids während der gesamten drei Tage. Zu seinen Aufgaben gehörten unter anderem die Anwesenheitskontrolle bei An- und Abreise sowie bei Busfahrten, die Ausgabe von Tickets und Kleidung, organisatorische Informationen an die Kinder weiterzugeben, die Abstimmung mit Eltern, die Zimmerkontrolle bei der Abreise und auch die Einhaltung der Nachtruhe im Blick zu behalten. „Langweilig wurde es definitiv nicht“, fasst er schmunzelnd zusammen. Gleichzeitig betont er die sehr gute Organisation des VR-Teams, die die Arbeit deutlich erleichtert habe.

Drei Gänsehaut-Momente

Besonders drei Situationen sind Matthias nachhaltig in Erinnerung geblieben.

Der erste Gänsehautmoment bot sich bereits beim Besuch der Skiflug-WM in Oberstdorf. Das vollbesetzte Skisprungstadion an der Heini-Klopfer-Schanze, die beeindruckende Kulisse und vor allem das Fahnenmeer bei den deutschen Springern sorgten für eine außergewöhnliche Atmosphäre. „Ich verfolge Skispringen sehr gerne im Fernsehen – aber das live zu erleben, war nochmal etwas ganz Anderess“, beschreibt er seine Eindrücke. Die Stimmung und Spannung im Stadion seien förmlich unter die Haut gegangen.

Ein zweiter Moment spielte sich abseits der großen Bühne ab – und war mindestens genauso bewegend. Ein junger Teilnehmer hatte sich am Vortag am Finger verletzt und musste sogar ins Krankenhaus. Beim Ausflug zum Alpsee-Coaster durfte er aufgrund seines Alters nicht alleine fahren. Matthias erklärte sich spontan bereit, ihn zu begleiten. Kurz vor dem Start gestand der Junge, dass er Angst habe. „Keine zehn Sekunden nach Beginn der Fahrt war davon nichts mehr zu spüren – stattdessen nur noch Freude“, erinnert sich der Matthias. Die Erleichterung und das Strahlen in den Augen des Jungen seien für ihn ein ganz besonderer Moment gewesen.

Die Ehrung wurde von WTB Vorstand Klaus Berner und Dr. Ulrich Theileis (Vorstand des Baden-Württembergischen Genossenschaftsverbands) vorgenommen. Für zusätzliche Begeisterung sorgte Skisprung-Legende Sven Hannawald, der nicht nur an der Ehrung teilnahm, sondern den Kindern auch in einem Interview Rede und Antwort stand und sich anschließend Zeit für Autogramme und gemeinsame Fotos nahm. Nicht fehlen durfte dabei natürlich auch ein sportlich-lauter Erfolg: Beim „Meet and Greet“ mit Sven Hannawald traten die verschiedenen Sportarten gegeneinander an – mit dem Ziel, am lautesten zu sein. Die Tennis-Kids gaben alles. Mit Erfolg: Der Stadionsprecher erklärte den Sieg der Sportart Tennis für eindeutig.

Eine besondere Bedeutung für die Nachwuchstalente

„Die Tenniskids des WTB waren mit viel Freude und Interesse beim gesamten Programm des Wochenendes dabei und es war eindrücklich zu beobachten, wie sich hier in der Kürze der Zeit doch eine Gruppe formiert hatte und auch ein Wir-Gefühl entstanden ist.“, resümiert Matthias. Die VR-Talentiade Team-Tage sind für die Kinder weit mehr als nur ein Ausflug. Wenn die Nachwuchssportlerinnen und -sportler gemeinsam mit den Besten ihres Bundeslandes unterwegs seien, wird ihnen bewusst, dass sie zu den Talenten ihrer Altersklasse gehören. Die Nominierung und das Event selbst können die Motivation zusätzlich steigern. Stolz auf die eigenen Leistungen – dieses Gefühl sei bei der Siegerehrung deutlich spürbar gewesen. Auf die Frage wie er das Wochenende zusammenfassen würde, kam eine klare Antwort: „Das Wochenende war vielseitig, aufregend, herausfordernd – aber auf alle Fälle sehr bereichernd.“ Und mit einem Augenzwinkern ergänzt Matthias: „Am Sonntagabend war ich dann aber auch froh, meine Beine hochlegen zu können.“

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