Nationales Deutsches Jüngsten-Tennisturnier 2026
Luiz Bauer gewinnt die Deutsche Jugendmeisterschaft U12 – Romy Sczech triumphiert in der U9 – Lorina Dima wird starke Zweite in der U11.
Auch in diesem Jahr machten sich zahlreiche Nachwuchstalente aus Württemberg gemeinsam mit ihren Familien auf den weiten Weg in den westfälischen Kreis Lippe, um beim Nationalen Deutschen Jüngsten-Tennisturnier an den Start zu gehen. Das traditionsreiche Turnier wurde bereits zum 49. Mal ausgetragen und gilt mit rund 700 Teilnehmerinnen und Teilnehmern als das größte Jugendtennisturnier Deutschlands.
Auf insgesamt acht Anlagen werden die Wettbewerbe der Altersklassen U9 bis U12 ausgetragen. Die Siegerlisten der vergangenen Jahrzehnte lesen sich wie das Who's who des deutschen Tennissports – unter anderem mit Namen wie Steffi Graf, Boris Becker, Angelique Kerber, Alexander Zverev und Laura Siegemund.
Das WTB-Betreuerteam mit Verbandstrainerin Micki Kochendörfer, Verbandsathletiktrainer Mario Weise sowie WTB-Cheftrainer Sportentwicklung Michael Wennagel betreute insbesondere die U12-Spielerinnen und -Spieler. Die Altersklasse besitzt seit 2021 den Status der Deutschen Jugendmeisterschaft.
U12 Jungen: Luiz Bauer krönt sich zum Deutschen Meister
Für das sportliche Highlight aus Württemberger Sicht sorgte Luiz Bauer. Mit einer beeindruckenden Mischung aus spielerischer Klasse, großem Kampfgeist und mentaler Stärke gewann er die Deutsche Jugendmeisterschaft U12.
Im Finale entwickelte sich gegen Oskar Zimmermann (Niedersachsen) ein echtes Drama. Nach verlorenem ersten Satz kämpfte sich Luiz eindrucksvoll zurück und drehte die Partie mit 2:6, 7:6, 7:5. Mehrfach musste er Rückstände aufholen und bewies dabei enorme Nervenstärke. Bereits auf dem Weg ins Finale hatte er seine starke Form unter Beweis gestellt und keinen einzigen Satz abgegeben. Im Halbfinale setzte er sich zudem souverän gegen seinen Finalgegner des Vorjahres, Benjamin Bayrhof, durch.
Anton Kapp spielte ebenfalls ein starkes Turnier. Nach drei Siegen in der Qualifikation erreichte er das Hauptfeld, musste sich dort jedoch in der ersten Runde geschlagen geben. In der anschließenden Superpokalrunde kämpfte er sich mit drei weiteren Erfolgen bis ins Halbfinale vor. Auch Ben Eisele qualifizierte sich für das Hauptfeld. Nach seinem Erstrundenaus schaffte er in der Superpokalrunde noch den Einzug ins Viertelfinale. Ergänzt wurde das WTB-Ergebnis durch Mateo Gaspert. Er war direkt für das Hauptfeld qualifiziert und gewann seine Auftaktpartie souverän. In der zweiten Runde traf er auf Benjamin Bayrhof und lieferte sich ein hochklassiges Match. Trotz mehrerer Satzbälle im ersten Durchgang musste er sich am Ende knapp mit 5:7, 3:6 geschlagen geben.
U12 Mädchen
Lilli Brandt sorgte bereits in der ersten Runde für eine Überraschung und bezwang die an Position vier gesetzte Spielerin Leni Blechenberg. Im Achtelfinale musste sie sich anschließend erst nach einem engen Dreisatzmatch geschlagen geben. Linda Rendel meisterte die Qualifikation erfolgreich, hatte anschließend jedoch Lospech und traf direkt auf die spätere Turniersiegerin Eva-Marie Kühle. Sophia Kümmerle qualifizierte sich ebenfalls für das Hauptfeld und unterlag dort denkbar knapp mit 6:7, 6:7 gegen Sophia Sava.
U11 Jungen
Santiago Sburlea war direkt für das Hauptfeld qualifiziert und besiegte in der ersten Runde den gesetzten Spieler Vinzenz Gürtler mit 6:2, 6:2. Nach seinem Auftaktsieg musste er sich in der zweiten Runde geschlagen geben. Levin Weinmann und Florian Nößner spielten sich jeweils mit drei Qualifikationssiegen ins Hauptfeld. Beide schieden dort zwar in der ersten Runde aus, Florian erreichte anschließend jedoch noch das Halbfinale der Superpokalrunde.
U11 Mädchen: Lorina Dima überzeugt mit Finaleinzug
Lorina Dima spielte ein herausragendes Turnier und kämpfte sich mit starken Leistungen bis ins Finale vor. Auf ihrem Weg dorthin besiegte sie unter anderem die Bayerin Luna Kerscher mit 6:3, 6:1, die zuvor überraschend die Vorjahressiegerin Isita Krieg ausgeschaltet hatte. Erst im Endspiel musste sie sich der starken Clara Elsner 2:6, 1:6 geschlagen geben und durfte sich über einen hervorragenden zweiten Platz freuen.
Alicia Nan erreichte die zweite Runde und unterlag dort ebenfalls der späteren Siegerin Clara Elsner. Zoey Just verpasste zwar knapp die Qualifikation für das Hauptfeld, zeigte anschließend jedoch eine starke Pokalrunde. Mit vier Siegen erreichte sie das Finale, in dem sie sich nach einer überzeugenden Leistung mit 6:7, 2:6 gegen Frida Schlücker geschlagen geben musste.
U10 Jungen & Mädchen
Oskar Curkovic erreichte das Achtelfinale – dort unterlag er 3:6, 3:6 gegen Lio Egeling. Für Matti Haase war im Hauptfeld nach der ersten Runde Schluss. Mia Shapira überzeugte mit einem starken Turnier und musste sich erst im Halbfinale der späteren Siegerin Zhu mit 3:6, 1:6 geschlagen geben. Nefeli Stavrianou kämpfte sich bis in die dritte Runde – musste sich dort aber in einem umkämpften Match Leonie Friedrich mit 5:7, 5:7 geschlagen geben.
U9 Jungen (Midcourt)
Ole Meuter erreichte das Achtelfinale, Tim Nebgen sogar das Viertelfinale der Hauptrunde. Beide hatten sich zuvor mit jeweils drei Siegen souverän durch die Gruppenphase gespielt.
U9 Mädchen (Midcourt): Romy Sczech setzt sich die Krone auf
Romy Sczech präsentierte sich während des gesamten Turniers in bestechender Form. Bis zum Finale gewann sie alle sieben Begegnungen souverän in zwei Sätzen. Erst im Endspiel musste sie erstmals einen Satz abgeben, behielt jedoch die Nerven und sicherte sich verdient den Turniersieg in der U9-Konkurrenz. Gegen Martina Todorova stand es im Finale am Ende 3:6, 6:3, 10:3. Mit diesem Erfolg tritt sie in die Fußstapfen ihrer Schwester Marlene, die das Nationale Deutsche Jüngsten-Tennisturnier ebenfalls gewinnen konnte – damals allerdings in der Altersklasse U12.
Auch Marlen Hermann überzeugte mit einer starken Turnierleistung. Nach drei Siegen in der Gruppenphase und weiteren drei Erfolgen in der Hauptrunde erreichte sie das Halbfinale. Dort musste sie sich erst nach großem Kampf im Match-Tiebreak mit 8:10 geschlagen geben. Sienna Kraft erreichte das Halbfinale der Pokalrunde - unterlag dort jedoch der späteren Siegerin Emelie Wildgrube.
Zufriedene Bilanz der WTB-Trainer
Die WTB-Coaches Micki Kochendörfer und Micha Wennagel zeigten sich mit den Leistungen der württembergischen Nachwuchstalente sehr zufrieden.
„Dieser Erfolg ist sicherlich auf die hervorragende Arbeit der Vereinstrainerinnen und Vereinstrainer sowie unserer dezentralen Verbandstrainer zurückzuführen. Ihnen gilt mein herzlicher Dank für ihr großes Engagement und ihren Einsatz in der Ausbildung unserer Talente“, betonte WTB Cheftrainer Sportentwicklung Michael Wennagel.