Tennis im Sportunterricht
Die TATV Tamm als "Good Practice"-Beispiel.
Die Jugendarbeit in der Tennisabteilung (TA) des Turnvereins (TV) Tamm floriert. Das erfolgreiche Projekt wurde von Abteilungsleiter Tin Vukusic konzipiert und von Jugendwartin Stefanie Huppert umgesetzt. Seit drei Jahren ist Jugendwartin Stefanie Huppert im Amt und kann von einer positiven Entwicklung in ihrem Verein berichten. Mit ein Erfolgsgarant ist die aktive Zusammenarbeit mit den örtlichen Bildungseinrichtungen Kindergarten, Grund- und Realschule. Immerhin jagen zurzeit rund 130 Jugendliche im insgesamt 350 Mitglieder zählenden Tennisverein der gelben Filzkugel hinterher.
Stefanie Huppert ist dabei auch selbst in den Tennisstunden als Betreuerin im Einsatz. So gestaltet die gelernte Erzieherin neben Kindergarten-Tennis gemeinsam mit Chefcoach Jure Ivelic die Kooperationsstunden in den Partnerschulen. Eine Grundlage ist dabei ein Projektangebot des Landessportverbands (LSV) Baden-Württemberg. „Schau mal, was ich kann!“ heißt das Kooperationsprojekt, bei dem die externen Tennislehrkräfte direkt in den regulären Sportunterricht der Grundschulen gehen und so die inhaltliche Bewegungspalette bereichern helfen.
Christian Efler, WTB-Vizepräsident und Mitglied im Kompetenzteam Schule&Bildung, wollte sich selbst ein Bild vom Engagement der TATV Tamm machen und tauschte sich im Rahmen seines Besuchs in der Gustav-Sieber-Grundschule Tamm mit den Schul- und Tennislehrkräften aus. „Für uns ist es eine tolle Möglichkeit, durch die inhaltliche Übernahme des Sportunterrichts unsere Kinder mal von außen zu beobachten“, zeigt sich Klassenlehrerin Sibel Sönmez von der Aktion begeistert. „Auch die Handballer waren schon mal bei uns, nun ist Tennis eine weitere willkommene Partnersportart“.
Die Kinder der Klasse 2a nehmen die Praxis mit dem Tennisschläger und -ball ebenfalls begeistert an. „Wann spielen wir richtig Tennis?“, fragt Leo den Trainer Jure Ivelic. Dieser antwortet geduldig, „dass vor dem richtigen Tennisspiel erst einmal Übungen mit Koordination und einfache Grundübungen mit Schläger und Ball wichtig sind“. Und flugs macht sich Leo auf den Rundparcours mit verschiedenen Bewegungsaufgaben, bei denen natürlich auch die Tennisutensilien zum Einsatz kommen. „Für uns sind die Kooperationen ein wichtiger Baustein in unserer Jugendarbeit. Wir versuchen so, den Tennissport für viele Kinder erlebbar zu machen, nach den Kooperationsstunden steigt die Nachfrage nach weiteren Trainingsmöglichkeiten in unserem Verein“, zieht Stefanie Huppert eine positive Bilanz der seitherigen Aktionszeit. „Der nächste Schritt wird hoffentlich die Teilnahme am Schulsportwettbewerb Jugend trainiert für Olympia sein“.
„Das LSV-Projekt ist eine hervorragende Möglichkeit, sich als direkte Partner im Schulsport zu zeigen und dabei in einen fachlichen Austausch mit den Schullehrkräften zu treten, was letztendlich den Schülerinnen und Schülern zu Gute kommt“, weist Christian Efler auf die besondere Projektform hin. Gerade im Winterhalbjahr bietet das Projekt eine gute Chance, auf anschließende Trainingsmöglichkeiten im Tennisverein hinzuweisen, die zur Saisoneröffnung im Freien das Anschlussangebot bilden.
Weitere Informationen über das LSV-Projekt „Schau mal, was ich kann!“