„Tennis spielend lernen“
Unter dem Motto „Tennis spielend lernen – spielend Tennis lernen“ fand am vergangenen Wochenende die B-/C-Trainer:innen-Fortbildung Nr. 5/2025 des WTB im Stützpunkt Biberach statt.
Die zweitägige Veranstaltung bot wertvolle Vorträge mit einem abwechslungsreichen Mix aus Theorie, Praxis und intensiver Diskussion. Über 70 Trainer:innen aus ganz Württemberg nahmen an dem praxisnahen Lehrgang teil, der die methodische Entwicklung vom Kindertennis bis zum leistungsorientierten Training ins Zentrum stellte.
Einführung und Ausblick auf neue Ausbildungswege
WTB-Cheftrainer für Ausbildung & Training Markus Knödel eröffnete den Lehrgang am Samstagmorgen mit einer kurzen Einführung in das aktuelle Aus- und Fortbildungsprogramm des WTB. Besonderes Augenmerk lag auf den neuen Strukturen der Kindertennisassistenten-Ausbildung, die ab 2026 starten wird. Dieses neue Modul soll den Einstieg in die Trainerlaufbahn weiter öffnen und pädagogisch interessierte Vereinsmitglieder frühzeitig an das Kindertraining heranführen.
„Bewegungsbaustelle Tennis“ – Technik- und Koordinationstraining neu gedacht
Den Auftakt der Praxiseinheiten bildete die „Bewegungsbaustelle Tennis“, ein innovativer Ansatz, bei dem spielerisches Technik- und Koordinationstraining für Vorschul- und Schulkinder im Mittelpunkt stand. Unter der Leitung von Markus Knödel erlebten die Teilnehmenden vielfältige Bewegungsaufgaben, mit denen zentrale motorische Grundfertigkeiten und technische Basisstrukturen vermittelt werden können – praxisnah, kreativ und mit viel Spaß.
Im Anschluss folgte die praxisorientierte Arbeit Play & Stay-Stufen ROT, ORANGE und GRÜN.
Während WTB-Trainer Markus Knödel in der Stufe ROT den Fokus auf Spielideen und kindgerechte Technikentwicklung legte, zeigte WTB-Trainerin Micki Kochendörfer in der Stufe ORANGE gezielte Übungen zur technischen und koordinativen Weiterentwicklung der jungen Spieler:innen bis U 10.
Vom Bewegungsspiel zum Tennisspiel
Nach der Mittagspause führte Chris Efler das Thema in seiner praxisbezogenen Einheit „Tennis spielend lernen – spielend Tennis lernen“ weiter aus. Er präsentierte methodische Leitlinien, wie sich allgemeine Bewegungserziehung, spielerische Lernformen und tennisspezifisches Training miteinander verzahnen lassen. Dabei steht stets die aktive Handlung der Kinder im Vordergrund – vom Entdecken über das Variieren bis hin zum selbstständigen Lösen spielerischer Aufgaben.
Taktik und Gruppentraining in der Praxis
Am Nachmittag stand die Tennistaktik auf dem Programm: Harro Hauselt vermittelte in einer intensiven Praxiseinheit taktische Grundprinzipien für Kinder und Jugendliche in den Stufen ROT, ORANGE und GRÜN. Zum Abschluss des ersten Tages zeigte Markus Knödel in seiner Einheit zum Doppeltraining in Großgruppen, wie sich spielintensive Formen auch mit vielen Teilnehmer:innen effektiv und motivierend gestalten lassen.
Spieleröffnung, Athletik und Leistungsüberprüfung am Sonntag
Der Sonntag startete mit dem Thema „Entwicklung der Spieleröffnung – vom Beginner zum Profi“, das von Cheftrainer für den Leistungsbereich Albert Ender gemeinsam mit Markus Knödel sowohl theoretisch als auch praktisch beleuchtet wurde. Die Trainer:innen erhielten praxisorientierte Trainingsformen zur Aufschlag- und Returnentwicklung in allen Alters- und Leistungsstufen – stets unter dem Leitgedanken des spielerischen Lernen und trainieren.
Ein weiterer Höhepunkt war das von Bernd Elshof geleitete Modul „Athletiktraining spielend lernen“, in dem kreative, kindgerechte und dennoch fordernde Spielformen zur Verbesserung der koordinativen und konditionellen Fähigkeiten vermittelt wurden.
Bei der Abschlussbesprechung bedankte sich Markus Knödel bei den 70 Teilnehmenden für die ausgezeichnete Aufmerksamkeit und das konzentrierte Verfolgen der Beiträge und bei allen Referenten für die tollen Vorträge. Ein besonderer Dank ging an Micki Kochendörfer für die Unterstützung im Vorfeld und in der laufenden Betreuung der Fortbildung.
Den formalen Abschluss bildete die Online-Leistungsüberprüfung für B-Trainer:innen Breitensport – ein modernes Format, das den WTB-Ausbildungsprozess digital ergänzt.
Fazit
Die WTB-Fortbildung zeigte eindrucksvoll, wie moderne Trainingsmethodik, Bewegungsfreude und spielerisches Lernen miteinander verschmelzen können. Ob Kindertennis, Technik- und Taktikentwicklung oder Athletiktraining – die Referent:innen vermittelten praxisnah und inspirierend, wie Tennis als Spiel, Sport und Bewegungserlebnis neu gedacht werden kann. Mit diesem Lehrgang setzte der WTB ein starkes Zeichen für die Qualität und Innovationskraft seiner Trainerausbildung.