80 Mädchen, acht Stationen und jede Menge Tennisbegeisterung
Ein erfolgreicher „Tag des Mädchentennis“ beim WTB - wir werfen im Nachbericht einen Blick zurück auf den Aktionstag.
Ein Tag voller Bewegung, Teamgeist und strahlender Gesichter: Am Samstag, den 10. Oktober 2026, fand am Landesleistungszentrum und Bundesstützpunkt des WTB der „Tag des Mädchentennis“ statt. 80 Mädchen der Altersklassen U7 bis U12 erlebten einen abwechslungsreichen Aktionstag, bei dem vor allem die Freude am Tennissport im Mittelpunkt stand. Mit der rundum gelungenen Veranstaltung setzte der WTB zugleich ein erstes wichtiges Zeichen für die gezielte Förderung von Mädchen im Tennis.
Mädchen für Tennis begeistern und gemeinsam fördern
Mit dem Ziel mehr Mädchen für den Tennissport zu gewinnen, ihre Begeisterung zu stärken und ihnen neue sportliche Perspektiven zu eröffnen, rief der WTB den Tag des Mädchentennis ins Leben. Denn gerade im organisierten Wettkampfsport sind Mädchen häufig weniger stark vertreten als Jungen. Umso wichtiger ist es, frühzeitig Angebote zu schaffen, die Mädchen gezielt ansprechen, ihnen positive Erfahrungen ermöglichen und langfristig ihre Freude am Tennis fördern. Der Aktionstag richtete sich insbesondere an junge Spielerinnen, die bereits erste Erfahrungen mit dem Tennissport gesammelt haben, bislang aber noch wenig oder keine Turniererfahrung mitbringen. Ihnen sollte die Möglichkeit geboten werden, das Landesleistungszentrum kennenzulernen, gemeinsam mit anderen Mädchen aktiv zu werden. Unter Anleitung unserers Trainerteams konnten sie dabei neue Seiten des Tennissports entdecken, ganz ohne Leistungsdruck und dafür mit umso mehr Spaß.
Acht Stationen sorgen für Abwechslung
Pünktlich um 10 Uhr fiel der Startschuss für den Aktionstag. Nach einer gemeinsamen Begrüßung ging es für die Teilnehmerinnen direkt in die Bewegung. Aufgeteilt in kleine Gruppen und je einer Teamkapitänin durchliefen sie im Laufe des Vormittags insgesamt acht abwechslungsreiche Stationen - jedes Team erhielt dabei eine Stationskarte mit einer Programmübersicht zur Orientierung.
Sieben Stationen widmeten sich unterschiedlichen sportlichen Schwerpunkten. An der Bewegungsbaustelle waren Geschicklichkeit, Koordination und Körpergefühl gefragt, während die Mädchen bei Schlägerübungen, Pickleball und Low-T verschiedene Rückschlagspiele ausprobieren konnten. Auf dem Kleinfeld mit roten Bällen sowie im Midcourt mit orangenen und grünen Bällen stand das Tennisspiel selbst im Mittelpunkt. Hier konnten die Teilnehmerinnen ihr Können unter Beweis stellen, neue Erfahrungen sammeln und ihre Fähigkeiten mit viel Freude am Spiel weiterentwickeln. Auch abseits des klassischen Tennisplatzes war einiges geboten. Beim Sprinten, Werfen und Hüpfen in Staffelform konnten sich die Mädchen gemeinsam austoben und ihre Vielseitigkeit unter Beweis stellen. Eine weitere Station mit Fußball und anderen Ballspielen sorgte für zusätzliche Abwechslung.
Die Betreuung der sportlichen Stationen übernahmen die WTB-Verbandstrainer Anna Braginskaya, Albert Ender, Markus Knödel, Micki Kochendörfer, Genadi Mihaylov, Andreas Tiltscher und Michael Wennagel. Sie leiteten die verschiedenen Übungen an, unterstützten die Mädchen und motivierten sie zum Mitmachen. Dabei stand nicht die sportliche Leistung im Vordergrund, sondern vielmehr das gemeinsame Ausprobieren und vor allem der Spaß am Tennissport. Eine willkommene Abwechslung zum sportlichen Programm bot die Kreativstation. Hier konnten die Mädchen bei Tattoos, selbst gefädelten Armbändern und Malangeboten ihrer Kreativität freien Lauf lassen und zwischendurch neue Energie sammeln.
Spiel, Spaß und Action im WTB-Zirkel
Begeisterung auf und neben dem Tennisplatz
Ob beim gemeinsamen Ballwechsel, bei den Staffelspielen oder an der Kreativstation: Die Freude an der Bewegung und am gemeinsamen Erlebnis war den Mädchen während des gesamten Aktionstags anzumerken. Mit großer Motivation, Neugier und Begeisterung nahmen sie die unterschiedlichen Angebote an und waren bis zum Schluss mit viel Einsatz dabei.
„Besonders gut hat mir die besondere Stimmung unter den Mädchen gefallen. Es hat sich gezeigt, wie schön und bereichernd es ist, wenn Mädchen auch einmal unter sich sind. Die Herausforderung war, für alle Altersklassen von U8 bis U12 ein abwechslungsreiches und attraktives Programm zu gestalten. Das ist uns gelungen: Die 80 Mädchen konnten an den verschiedenen Stationen die ganze Vielfalt unseres Sports auf spielerische Weise kennenlernen. Alle waren mit großer Motivation und Begeisterung dabei. Schön zu sehen war, wie gut die Mischung aus einem strukturierten Programm und jeder Menge Spaß funktioniert hat“, zieht Micki Kochendörfer ein rundum positives Fazit.
Nach vier ereignisreichen Stunden kamen die Teilnehmerinnen schließlich noch einmal zu einem gemeinsamen Cool-down zusammen, das ebenfalls von Micki Kochendörfer angeleitet wurde. Damit fand der sportliche und abwechslungsreiche Vormittag einen gelungenen Abschluss.
Ein gelungener Auftakt mit Blick in die Zukunft
Hinter dem erfolgreichen Aktionstag steckte eine intensive Vorbereitung - organisatorisch ging das Konzept voll auf. Insbesondere die sorgfältige Vorbereitung, die klare Gruppeneinteilung und die gute Zusammenarbeit des Trainerteams und der WTB-Geschäftsstelle sorgten dafür, dass die 80 Teilnehmerinnen einen besonderen Tag erleben konnten.
„Der Tag des Mädchentennis war für uns ein voller Erfolg. Wir sehen die Veranstaltung als gelungenen Auftakt und möchten nun darauf aufbauen, um die Förderung von Mädchen im Tennis künftig noch stärker in den Fokus zu rücken“, erklärt Andreas Fodi, Bereichsleiter Leistungssport und Jugendförderung beim WTB.
Denn langfristig geht es um mehr als einen einzelnen gelungenen Aktionstag. Der WTB möchte Mädchen frühzeitig für den Tennissport begeistern, ihre Entwicklung unterstützen und ihnen neue Perspektiven eröffnen. Dabei sollen sie vom ersten spielerischen Zugang über das Vereinstraining bis hin zum Wettkampf- und Leistungssport gefördert und begleitet werden.