WTB-Erfolg beim DUNLOP-Cup der Regionalliga Südwest
Spannung bis zum letzten Punkt: Parcelli und Tahirovic triumphieren beim DUNLOP-Cup in Stuttgart.
Spannende Begegnungen, knappe Entscheidungen und zwei dramatische Endspiele prägten den DUNLOP-Cup der Regionalliga Südwest 2026. Vom 29. Oktober bis 1. November kämpften die Spielerinnen und Spieler im Bundesstützpunkt und Landesleistungszentrum des WTB in Stuttgart-Stammheim um den Turniersieg. Am Ende sicherten sich Francesca Parcelli und Amar Tahirovic die Titel. Beide Endspiele wurden erst im Match-Tiebreak entschieden und das jeweils äußerst knapp mit 10:8.
Hochklassiges Tennis und zahlreiche enge Entscheidungen
Bei dem mit insgesamt 3.000 Euro dotierten A-5-Ranglistenturnier kämpften jeweils 40 Damen und Herren um wertvolle DTB-Ranglistenpunkte. Auf den fünf Hallenplätzen der WTB-Anlage lieferten sie sich zahlreiche umkämpfte Begegnungen. Bereits in den ersten Runden sorgten enge Matches und mehrere Entscheidungen im Match-Tiebreak für Spannung. Den Höhepunkt bildeten schließlich die beiden packenden Finalspiele am Sonntag.
Francesca Parcelli setzt sich in dramatischem Damenfinale durch
Im Damenwettbewerb sicherte sich die topgesetzte WTB-Spielerin Francesca Parcelli den Turniersieg. Auf ihrem Weg ins Finale überzeugte sie zunächst mit souveränen Auftritten und gab bis zum Endspiel keinen Satz ab. Dort traf sie auf Emmy Müller vom TEC Waldau, die sich ihrerseits durch ein stark besetztes Teilnehmerfeld gespielt hatte. Im Halbfinale hatte Müller bereits Nervenstärke bewiesen und sich gegen Alessia Bone nach verlorenem ersten Satz mit 1:6, 7:6 und 10:3 durchgesetzt.
Auch das Finale entwickelte sich zu einem packenden Duell auf Augenhöhe. Müller erwischte den besseren Start und entschied den ersten Satz mit 6:3 für sich. Doch Parcelli kämpfte sich eindrucksvoll zurück, gewann den zweiten Durchgang mit 6:0 und erzwang den entscheidenden Match-Tiebreak. Dort lieferten sich beide Spielerinnen ein enges Duell, ehe Parcelli mit 10:8 den entscheidenden Punkt zum Turniersieg setzte.
Amar Tahirovic behält im Herrenfinale die Nerven
Nicht weniger spannend verlief die Entscheidung bei den Herren. Der an Position vier gesetzte Amar Tahirovic von der TA SV Böblingen spielte sich mit überzeugenden Leistungen durch das Turnier. Nach klaren Erfolgen in den ersten Runden setzte er sich im Viertelfinale mit 7:5 und 6:3 gegen Samuel Kapko durch. Im Halbfinale profitierte er anschließend vom krankheitsbedingten Nichtantritt des topgesetzten Maximilian Scholl, der das Turnier nicht fortsetzen konnte. Tahirovic zog damit ohne weiteren Kraftaufwand ins Finale ein, wo Felix Einig vom Tenniszentrum DJK Sulzbachtal auf ihn wartete. Dieser hatte sich zuvor unter anderem gegen den an Position sieben gesetzten Jan Smrcka durchgesetzt.
Das Finale entwickelte sich zu einem packenden Schlagabtausch. Einig entschied den umkämpften ersten Satz im Tiebreak für sich, doch Tahirovic ließ sich davon nicht aus der Ruhe bringen. Mit 6:2 sicherte er sich den zweiten Satz und erzwang damit ebenfalls den Match-Tiebreak. Wie schon bei den Damen fiel die Entscheidung erst in der Schlussphase. Mit 10:8 setzte sich Tahirovic durch und krönte sich zum Sieger. Für Tahirovic war es der zweite Titel binnen einer Woche, denn auch beim 3. Sindelfinger Indoor-Ranglistenturnier sicherte er sich den Titel.
WTB-Kader überzeugt beim Heimspiel
Neben den beiden Turniersiegern standen auch die Leistungen des WTB-Kaders im Fokus. Vor heimischer Kulisse nutzten zahlreiche Nachwuchstalente die Gelegenheit, sich mit der Konkurrenz zu messen. Besonders bei den Damen kam es dabei zu mehreren spannenden verbandsinternen Begegnungen.
Gleich in der ersten Runde trafen mit Jana Nolte und Delia Weinmann zwei WTB-Talente aufeinander. Jana Nolte zeigte dabei eine starke Leistung und setzte sich nach einem umkämpften Match mit 6:2, 1:6 und 10:3 durch. Auch im weiteren Turnierverlauf überzeugte sie und erreichte das Viertelfinale, wo sie sich der späteren Turniersiegerin Francesca Parcelli in einem weiteren WTB-Duell mit 4:6 und 4:6 geschlagen geben musste. Für Parcelli folgte im Halbfinale direkt das nächste verbandsinterne Aufeinandertreffen mit Marlene Sczech, die beim Stand von 0:3 im ersten Satz jedoch vorzeitig aufgeben musste. Polly Eichner komplettierte das Aufgebot der genannten WTB-Kaderathletinnen, musste sich jedoch bereits in der ersten Runde geschlagen geben.
Bei den Herren überzeugte insbesondere Lasse Bohr, der nach zwei souveränen Siegen das Viertelfinale erreichte. Dort lieferte er sich mit dem topgesetzten Maximilian Scholl ein packendes Match, musste sich letztlich jedoch mit 4:6 und 4:6 geschlagen geben. Auch Marcel Krieg zeigte eine gute Leistung und setzte sich in der ersten Runde mit 6:3 und 6:2 gegen Lian Bienert durch. Im anschließenden Achtelfinale musste er sich dem an Position drei gesetzten André Nemeth mit 2:6 und 4:6 geschlagen geben.
Ein besonders spannendes Duell lieferten sich Fabio Wörner und Konrad Hodel bereits in der Qualifikation. Beide WTB-Kaderathleten zeigten starke Leistungen und kämpften bis zum Schluss, ehe Konrad Hodel die Partie mit 6:4, 1:6 und 10:3 für sich entschied. Trotz der Niederlage gab es auch für Fabio Wörner Grund zur Freude. Als Lucky Loser rückte er nachträglich ins Hauptfeld auf. Dort traf er auf den späteren Finalisten Felix Einig, dem er sich mit 4:6 und 4:6 geschlagen geben musste. Konrad Hodel wiederum unterlag in der ersten Hauptrunde dem topgesetzten Maximilian Scholl.
Gelungener Turnierabschluss in Stuttgart-Stammheim
Nach vier spannenden Turniertagen fand der DUNLOP-Cup am Sonntag mit der Siegerehrung durch Martina Fischer, Bezirksvorsitzende des WTB-Bezirks C, seinen Abschluss. Die Turnierverantwortung lag bei Tobias Beuttler aus dem Ressort Wettkampfsport. Als Oberschiedsrichter waren Christian Ziegler und Klaus-Peter Proksch im Einsatz. Unterstützt wurde die Organisation durch Mitarbeitende der WTB-Geschäftsstelle sowie die Turnierleitung Philine Kochniss vor Ort.
„Der diesjährige DUNLOP-Cup der Regionalliga Südwest war hervorragend: zum einen hatten wir ein stark besetztes Teilnehmerfeld und zum anderen war es optimal für unsere Kader-Spieler, um weitere Erfahrungen direkt vor der Haustüre im BSP/LLZ sammeln zu können. Ein besonderer Dank gilt den beiden Oberschiedsrichtern Christian Ziegler und Klaus-Peter Proksch, der Turnierleiterin Philine Kochniss sowie Martina Fischer, die die Siegerehrung durchgeführt hat.“, resümiert Tobias Beuttler das Turnier.
Mit zahlreichen umkämpften Begegnungen und zwei denkbar knappen Finalentscheidungen wird der DUNLOP-Cup der Regionalliga Südwest 2026 als spannendes Turnierwochenende in Erinnerung bleiben.