Der WTB-Kader beim Jugend Cup
Vom 1. bis 8. August 2026 wurde auf den Anlagen des TC Rutesheim und des TC Weissach-Flacht erneut Tennis auf hohem internationalen Niveau geboten. Wir waren hinter den Kulissen beim Team WTB mit dabei.
Was vor vielen Jahren im Jahr 1999 als regionales Ranglistenturnier begann, hat sich über die Jahrzehnte hinweg zu einem festen Bestandteil des internationalen Jugendtennis entwickelt. Heute ist der Jugend Cup eine etablierte Station der Tennis Europe Junior Tour (U14) sowie der ITF World Tennis Tour Juniors (U18) und zieht jährlich Nachwuchsspielerinnen und -spieler aus zahlreichen Nationen nach Rutesheim und seit letztem Jahr auch nach Weissach-Flacht.
Ein besonders eindrucksvolles Beispiel für die Bedeutung dieses Turniers im internationalen Nachwuchstennis zeigte sich in diesem Jahr in Paris: Sowohl Alexander Zverev als auch Flavio Cobolli, die im Roland-Garros Finale 2026 bei den Herren aufeinandertrafen, haben in ihrer Jugendzeit bereits am Jugend Cup in Rutesheim teilgenommen. Solche Entwicklungen verdeutlichen, welche Rolle internationale Nachwuchsturniere in der frühen Phase einer Tenniskarriere spielen können – und wie eng die Wege zwischen Jugendturnieren und den großen Bühnen des Welttennis miteinander verbunden sind.
Zwischen Sprungbrett und internationalem Kräftemessen
Der Jugend Cup mit der Kategorie J200 ist auch für den WTB-Kader und das Trainerteam ein wichtiges Turnier: Nicht nur als Sprungbrett für die jüngeren Jahrgänge sondern auch im internationalen Vergleich mit starker Konkurrenz. Der WTB ist beim Jugend Cup mit sieben Spielerinnen und Spielern an den Start gegangen - Marlene Sczech spielte zudem ihr erstes Turnier im Doppel nach ihrer Verletzungspause:
- Emma Glaser
- Francesca Parcelli
- Anna Knorr
- Marcel Krieg
- Nicolas Pfäfflin
- Lasse Bohr
- Marlene Sczech (nur Doppel)
„Der Jugend Cup ist relativ hoch einzuordnen und es gibt viele Punkte für die Weltrangliste zu sammeln. Für die Jahrgänge 2011 und 2012 ist es erst einmal ein Sprungbrett, da ein J200-Turnier mit hoher Konkurrenz gespickt ist“, erklärt WTB-Verbandstrainerin Christina Singer-Bath.
Bei der Begleitung des WTB-Teams mit der Kamera wurde neben den Matches vor allem eines deutlich: Die Spielerinnen und Spieler sowie das Trainerteam treten beim Jugend Cup als Einheit auf. Während der Matches wurde gegenseitig angefeuert, zwischen den Partien wurden Eindrücke ausgetauscht und die Trainer standen den Spielerinnen und Spielern bei der Vorbereitung und Nachbesprechung zur Seite.
Für WTB-Trainer Hans-Dieter Beutel ist der Jugend Cup deshalb ein fester Bestandteil des Jahreskalenders:
„Der Jugend Cup ist für den WTB ein sehr wichtiges Turnier. Wir bekommen vom Veranstalter zwei Wildcards, die unseren Spielern besondere Spielpraxis ermöglichen. Die Veranstaltung ist perfekt organisiert – man sieht es auch an früheren Teilnehmern und Gewinnern. Zverev, Tsitsipas oder Angelique Kerber – es ist wirklich ein sehr schönes Turnier, auf das wir uns jedes Jahr freuen.“
Der Jugend Cup verbindet damit Tradition, internationales Jugendtennis und die gezielte Förderung des WTB-Nachwuchses – und bietet den Spielerinnen und Spielern eine gute Plattform, um sich auf internationalem Niveau weiterzuentwickeln.